Winter Endurance Championship - Zandvoort 500

Eigentlich ist der 19. November kein so günstiger Tag um an den Strand nach Zandvoort zu fahren. Wettertechnisch bereitet einem das wenig Freude. Aber zum Glück gibt es ja die Winter Endurance Championship die an diesem Tag auf dem Circuit Park in den Dünen der Nordsee in ihre neue Saison startete.

29 Fahrzeuge hatten sich trotz ungemütlicher Witterungsbedingungen an der Rennstrecke eingefunden um das Zandvoort 500 unter die Räder zu nehmen. 117 Runden standen auf dem Programm bei einem Zeitlimit von maximal 4 Stunden. Im verregneten Zeittraining sicherten sich Henk Thuis/Cor Euser im Pumax RT die Pole Position.

Zandvoort 500

Das Rennen wurde um 12 Uhr Mittags auf noch regennasser Piste gestartet die aber im Verlauf der ersten Stunde deutlich abtrocknete. Nach dem eine Zeit lang im trockenen gefahren wurde setzte zunächst ein Hagelschauer ein bevor es in der letzten Rennstunde kräftig zu regnen begann. Der starke Nordseewind machte es nicht angenehmer. Zwischenzeitlich wurde von der Rennleitung eine längere Code 60 Phase ausgerufen weil ein Gewitter in Richtung Strecke zog. Zum Schutz wurden alle Streckenposten abgezogen damit sie sich unterstellen konnten. Da nun keine Flaggensignale gegeben werden konnten zuckelten alle Autos unter den Code 60 Bedingungen um die Strecke. Eine komplett übertriebene Maßnahme da das Gewitter die Strecke verfehlte was man anhand der Windrichtung hätte erkennen können.

Von alldem völlig unbeeindruckt zeigten sich Henk Thuis und Cor Euser die auch im Rennen mit Abstand am schnellsten waren. Als nach vier Stunden und 104 gefahrenen Runden die Zielflagge geschwenkt wurde überquerte der Pumax RT als Sieger mit 2 Runden Vorsprung die Ziellinie. Überraschender Weise folgte auf dem zweiten Gesamtplatz bereits der Sieger der Division 2. Dieses war der Seat Leon TCR von Dennis de Borst und Pim van Riet. Jos Menten und Thijs Heezen belegten im Porsche den dritten Platz (Platz 2 Division 1) vor dem BMW Z4 von Henry Zumbrink und Max Koebolt (P2 Div.2), Jan van Es/Gideon Wijnschenk im Porsche (P3 Div. 1) und dem Bas Koeten Racing Seat von Martin van de Berge/Peter Altevogt (P3 Div.3).

Die Plätze 4-6 in der Division 1 belegten Markus Fischer und Ronja Assmann im Arkenau Motorsport Porsche vor dem Topper Porsche von Dirk Schultz und Michael Bleekemolen sowie dem Saker von HTM Racing. Sebastiaan Bleekemolen und Melvin de Groot siegten im Renault Clio in der Division 3. In der Div 4 waren Robert und Bart Westermann im BMW E30 erfolgreich.

Weiter geht es in der Winter Endurance Championship mit dem Neujahresrennen am 7. Januar 2017 in Zandvoort. Dort wird es zwar kaum wärmer sein aber dieses Rennen, welches in die Dunkelheit hinein führt und mit einem Feuerwerk endet, lockt meistens noch ein paar mehr Teams an und hat schon einen eigenen Flair. Ein guter Einstand in die neue Motorsport Saison die man am 7. Tag des Jahres auch dringend eröffnen muss.