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Interserie Planungen 2007

Neue Sportwagenserie die 3.: auch die Interserie plant im kommenden Jahr ein eigenes Langstreckenformat für GT und Sportwagen. Dieses ist allerdings vom Format her sehr ähnlich zum von der GTP bzw. der SCC beabsichtigten Langstreckenformat und richtet sich mit den Sportwagen und GT-Teams an dieselbe Kundschaft für die auch die SCC, die GTP bzw. das ADAC-GT3-Masters interessant sein dürften. Die Interserie beabsichtigt, 8 Rennen mit einer Dauer von je 100 Minuten incl. Pflichtboxenstopp auf die Beine zu stellen. Es sind dabei auf einem Fahrzeug mehrere Fahrer startberechtigt. Ob sich das Konzept angesichts der Konkurrenz durchsetzen wird, muß die Resonanz in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Lister weiter mit LMP1?

listerstormlmp.jpgLister wird 2007 möglicherweise doch ein Prototypenprogramm fortsetzen. Allerdings soll laut aktuellen Meldungen nicht der Storm eingesetzt werden, sondern ein just erworbenes LMP1-Kundenchassis eines noch unbekannten Herstellers, mit dem man 2007 wieder siegfähig werden will. Der Motor soll nicht der aktuelle V8-Chevy aus dem Storm sein.

Das beste Ergebnis der Eigenentwicklung, die im Jahr 2003 begann, war die LMS-Runde in diesem Jahr in Istanbul, wo dem Team ein 2. Klassenrang in der LMP1 gelang. 2007 plant Lister ein paralleles GT1-Programm mit Unterstützung eines noch unbekannten Herstellers.

Divinol EM-Cup - Wallenborn wird Champion in Dijon

divdijon.jpgDie letzte EM-Runde des Divinol-Cups Dijon brachte Robert Wallenborn den verdienten UHS-Divinol-EM-Trophy-Titel-06 ein. Im Training holte sich der „Man in Black“ Robert „Waly“ Wallenborn dort jetzt gleich zweimal die Pole. Die Farbe Gelb meldete sich in Dijon eindrucksvoll zurück. Der Schweizer Swissracing Teameigner Pierre von Mentlen, sein dänischer Freund Kurt Thiim (beide V8Star) und der überwiegend in Gelb gehaltenen Super-Donki-D8RS des deutschen Donkervoort-Importeurs und Konstrukteurs Michael Düchting waren nach Dijon gereist. Und den Dreien gelang es im Training eindrucksvoll auf sich aufmerksam zu machen.

Den ersten Start zum Rennen 1 entschied Wally Wallenborn für sich. Klaus Horn geriet in der ersten Rechts nach dem Start in Bedrängnis, Michael Düchting zwängte seinen Donki-Audi-Turbo (650 Kg) auf Platz 2. Horn machte danach permanent Boden gut, dahinter der Schweizer D-Zug mit den Swissracern Pierre von Mentlen und Kurt Thiim. Im dritten V8Star hielt auch Divinol-Cup-Debütant Klaus Hackl auf Anhieb mit -  Jaguar-Optik gegen Swiss-Optik. Von Mentlen musste nach 7 Runden vom Gas. „Meine Reifen schmierten immer stärker. Ich rutschte nur so rum“. Dann folgte ein brutaler  Abgang am Ende der Zielgeraden. „Der Abflug kündigte sich wirklich nicht an“, so von Mentlen, verständlicher Unmut beim Tessiner. Der Abflug schien ganz offensichtlich die Folge eines Reifenproblems gewesen zu sein. Wallenborn gewann vor Klaus Horn.

divdijonb.jpgBedrohlich bewölkter Himmel dann vor Rennen 2 am Sonntag. Chaouki Chikhani (LIB) versucht es trotz Getriebeschaden aus der Box zu starten. Vorn schießen Wallenborn und Horn nebeneinander in die erste Rechts. Kurt Thiim fehlt schon in Runde 1 - Differentialschaden, so die spätere Analyse des Teams. Klaus Horn verliert etwas an Boden gegen Robert Wallenborn, später erfährt man den Grund: Die Einstellung seines Motorkennfeldes war nicht stabil.

Vier Runden später fehlt Pierre von Mentlen - Antriebswelle glatt abgeschert. „CC“ (Chikhani) rollte im 5. Gang herum, dann kam an der Box das Aus - Getriebesalat. Vorne siegte mit Respektsabstand Robert Wallenborn vor Klaus Horn, Klaus Hackl und einem entfesselt fightenden Edy Kamm (CH).

RRC im Rahmen der GTP in Dijon

Das 5. Rennen des Radical Race Cup konnte aufgrund der Homologationseinschränkungen des Salzburgrings für den schnellen Radical SR8 nicht im Rahmen der Beru Top 10 stattfinden. Kurzfristig wurde der Lauf daher parallel zur Veranstaltung der GTP nach Dijon in den Rahmen des "GTP 100" verlegt. Bernd Rübig in seinem Radical SR8 beherrschte dabei das Feld und fuhr sowohl im Qualifying als auch im Rennen mit 1:17 die schnellste Runde.

Auch in der Startaufstellung reflektierte sich die Stärke des Radicals: In den ersten fünf Startreihen fanden sich unter 10 Fahrzeugen sechs Radical. Vehement ging es dann auch gleich zur Sache: Rübig bestimmte im SR8 von Anfang an die Pace des Gesamtfeldes, eng gefolgt von Dzikevic, Meidinger und Kirchmayr in ihren SR3 1500cc. Dahinter fighteten Jürgen Güllert und Christian Droop. Dabei kam Güllert mit dem von Radical Motorsport Deutschland nach Ausfall seines SR8 clever zur Erhaltung der Siegchancen für die Gesamtmeisterschaft gemieteten SR3 1500cc gut zurecht.  Im SR3 1300cc verteidigten Häppi Behler und Tom Ledur bei ihrem ersten Renneinsatz erfolgreich das Mittelfeld gegen die anstürmende GT-Phalanx. In dem 75-minütigen Rennen gab es viele packende Zweikämpfe, exemplarisch verdeutlicht durch das stetige Duell zwischen Ernst Kirchmayr und Thomas Meidinger, die sich Runde für Runde nichts schenkten.

Leider konnte sich die Vorherrschaft der Radical nicht komplett bis ins Ziel behaupten: Zunächst schied Ernst Kirchmayr aus, dem in einem am Samstag gefahrenen Sprintrennen ein anderer Teilnehmer das Differential beschädigt hatte, dann musste Bernd Rübig nach Öldruckverlust seine Führungsposition aufgeben. Im Ergebnis fuhren Christian Droop, Jürgen Güllert und Behler/Ledur aufs Radical-Podium. Nach dem 5. Lauf sieht der Gesamtmeisterschaftsstand des Radical RaceCup wie folgt aus:

Name:                                  Punkte Dijon:                Punkte Gesamt:
1. Jürgen Güllert                  45,3                                240,6
2. Thomas Meidinger           40,1                                206,0
3. Christian Droop                50,3                                202,7
4. Ernst Kirchmayr                0                                    186,3*
5. Andzey Dzikevic               0                                    151,2
6. Anja/Hubert Jouhssen       0                                    148,2
7. Bernd Rübig                      0                                    145,1
8. K. Schmid/A. Schwarz       0                                    140,0
9. Kühlwein/Mayer                 0                                     50,1
10. Behler/Ledur                   50,0                                  50,0
11. Bernd/Dominik Ries          0                                       0

* vorbehaltlich Ergebnis Berufungsverfahren Assen

Kaufmann in Jarama im James Watt-Porsche

jameswattporsche.jpgEin weiterer deutscher Pilot wird in Jarama in der GT2-Klasse antreten: Wolfgang Kaufmann verstärkt die James Watt-Mannschaft mit Paul Daniels und Peter Cook. Daniels und Cook hatten sich in der Euro-GT-Serie 2001 kennen gelernt. Nach Empfehlung des Porsche Werks hat man sich nun der Dienste des „Piranhas“ versichert, der die Strecke von Jarama aus der spanischen GT-Meisterschaft 2001 noch kennt. „Ich freue mich schon darauf, Pauls Porsche auf Dunlops um den Kurs jagen zu können. Das Rennen in Jarama wird tricky mit dem Verkehr und dem großen Feld. Aber es gibt für die großen Wagen genügend Überholmöglichkeiten und die GT2 werden in den Haarnadelkurven den selben Speed wie die Prototypen haben.“

Anbei ein Foto des Porsches von der Runde am Nürburgring.

Britische GT - Silverstone - Vorschau

Blogg / MacKintosh (Cadena-Lotus Exige) - www.britishgt.com / Jakob EbreyDie Britische GT-Meisterschaft geht in ihre entscheidende Phase: Das zwei-Stunden-Rennen am 24.09. ist schon das Saisonfinale für die Klassen GTC und GT3, die GT2 haben noch eine zusätzliche Veranstaltung im Oktober in Magny-Cours. Im vorläufigen Entry finden sich 29 Autos, klare Anwärter auf den Gesamtsieg in Silverstone sind die in der GT2-Wertung dominierenden Besatzungen des Scuderia Ecosse-Ferrari und des LNT-Panoz.

In der GTC-Kategorie fällt die Entscheidung um den Fahrertitel zwischen drei Porsche-Piloten aus dem Team Trackspeed: Matt Allison / Jonny Lang haben fünf Punkte Vorsprung auf Ryan Hooker zu verteidigen. Bei den GT3 führen die eifrigen Punktesammler Sam Blogg / George MacKintosh (Cadena-Lotus Exige, Bild) - trotzdem sie heuer noch keinen Klassen-Laufsieg erzielen konnten - einen halben Punkt vor Leo Machitski (Barwell-Aston Martin DBRS9). Mit acht Fahrzeugen (drei Lotus, je zwei Aston Martin und Porsche, ein Ascari) wird die GT3-Kategorie wieder einmal gut besetzt sein.

38 Wagen für Jarama genannt

ls1.jpgEin Feld von 38 Wagen ist laut der aktuellen Nennliste für den Saisonabschluss der LMS in Jarama genannt worden. Diese teilen sich über die Klassen in 7 LMP1, 8 LMP2, 7 GT1 und 16 GT2 auf. In der LMP1-Klasse ist das Streckendebüt des Lavaggi LS1 (Foto) angekündigt. Dafür fehlt der Lister, der in Donington demnach sein letztes Rennen gesehen haben dürfte. Die letzte Absage in der LMP2-Klasse betrifft (wie erwartet) den SCI-Lucchini. Aus deutschsprachiger Sicht dürfte hier das vermeldete Debüt von Norbert Siedler im Kruse-Courage zu beachten sein. In der GT1 verstärkt David Brabham nun als 3. Fahrer die Mannschaft des Team Modena Astons. Die 2. PSI-Corvette ist zwar noch auf der Liste verzeichnet, dürfte aber ein Wackelkandidat sein. In der GT2-Klasse schließlich ist nur noch ein Farnbacher-Porsche gemeldet, nachdem Lars Erik Nielsen noch aus gesundheitlichen Gründen aussetzt. T2M und Seikel haben schon im Vorfeld ihre Wagen verkauft und bereiten die kommende Saison vor.

Die vollständige Nennliste findet ihr hier.

Sports Car Challenge & IÖM Brno/CZ: Vorschau

payr_1.jpgEigentlich hätte das Automotodrom Brno den Rahmen für den Auftakt der Sports Car Challenge 2006 bieten sollen; letztlich starteten die Sportwagen in Italien in ihre elfte Saison. Am 23./24. September ist es aber wieder soweit:

Dann gehen die Sportprototypen wieder auf dem Brünner Masaryk-Ring auf die Jagd nach Punkten für die Sports Car Challenge und die parallel ausgetragene Österreichische Meisterschaft für Sportprototypen. Vor den beiden Läufen auf der traditionell bei den Aktiven sehr beliebten Strecke führt in der Division 1 Wolfgang Payr vor Tony Sinclair.

Der Österreicher mit französischer Lizenz hat bei 241 Punkten 21 Zähler Vorsprung auf den Briten, dessen Motto heuer „Sieg oder Ausfall“ ist. Einiges drinnen ist auch noch für den Drittplatzierten Gerd Beisel aus Deutschland, der 40 Punkte hinter Payr liegt. Payr fährt den großen PRC BB05 mit Cosworth-V8-Motor, Sinclair vertraut auf den von ihm selbst konstruierten Jade mit IES-V6. Beisel wechselt heuer zwischen seinem vertrauten PRC mit BMW-Sechszylinder und dem Norma M2000 mit Achtzylinder-BMW-Aggregat.

Payr vor Sinclair heißt auch die Reihenfolge in der Österreichischen Meisterschaft, dort wurden vier Läufe der bisherigen SCC-Saison gewertet. Payrs 97 Punkte stehen 75 Zählern für Sinclair und 63 für Beisel gegenüber.

truffer.jpgDie Division 2 steht bislang ganz klar im Zeichen von Pius Truffer. Der Schweizer hat mit seinem BMW-getriebenen PRC eine fulminante Saison und führt die Klassenwertung mit 205 Punkten an. Damit ist er auch noch im Rennen um den Titel des Gesamtsiegers der Sports Car Challenge. 15 Punkte dahinter der Deutsche Gerhard Münch, Teamkollege von Gerd Beisel bei RWT, im Norma M20 mit Honda-Motor. Immer besser in Schwung kommt Karl-Heinz Matzinger, er pilotiert einen PRC mit Opel-Antrieb. Während er in der Sports Car Challenge bereits 68 Punkte hinter dem führenden Truffer zurückliegt, geht es für der Tourenwagen-Umsteiger aus Österreich in parallel ausgetragenen OSK-Pokal noch um alles. Dort sieht das Bild nämlich anders aus: Truffer ist mit 60 Punkten nur Dritter hinter Münch (74) und Matzinger (69), die Abstände sind also hauchknapp.

Zum ersten Mal ist auch die neue GT-Klasse mit in Brünn dabei, beim letzten Rennen in Most gab es bereits ein halbes Dutzend Starter. Ein klarer Aufwärtstrend ist also zu verzeichnen, nächstes Jahr wird diese Klasse ebenfalls offiziell um den SCC-Titel mitfighten. Am selben Wochenende werden auch alle Klassen der tschechischen Meisterschaft und am Samstagabend auch ein Drei-Stunden-Rennen zu sehen sein.

Bilder: Meike Kerstin

100 Meilen Dijon: Erfolg für PRC

Als Test für die im nächsten Jahr vorgesehenen 75-Minuten-Rennen innerhalb der Sports Car Challenge reiste das Team von Pedrazza Racing Cars zum 100-Meilen-Rennen im französischen Dijon. Ein zweites Rennen nahm die österreichische Mannschaft quasi zum Drüberstreuen auch noch mit – und all das mit Erfolg. 

grid2.jpgFür Walter Pedrazza und seine Mannschaft war es in doppelter Hinsicht ein wichtiger Test: Einerseits war es die erste Erprobung des neuen Langstreckenformates in der Praxis, andererseits auch ein wichtiger Test des neuen PRC mit Honda-Aggregat unter Langstreckenbedingungen. Das Format der Rennen über 1 bis 2 Stunden – Mittel-Langstrecke, „Mini-Enduros“ oder wie immer man sie nennen will – wird neben den klassischen Langstrecken-Distanzen international immer beliebter; auch kleinere Teams finden hier den idealen Kompromiß aus Herausforderung und überschaubaren Kosten. 

Drei Autos kamen aus Vorarlberg nach Frankreich: Zum einen Pius Truffer mit seinem PRC-BMW, in der Sports Car Challenge heuer ein beinah unschlagbares Gespann. Zum anderen gab Mirco Schultis seine Endurance-Premiere im Sportprototypen. 

Der Deutsche hat bereits Langstrecken-Erfahrung in der holländischen Super Car Challenge gesammelt, dort mit einem seltenen Panoz Esperante. Auf den Sportprototypen ist er aber erst heuer umgestiegen; nach einer längeren Kunstpause (erzwungen durch einen Motorradunfall) bestritt er sein erstes Rennen mit dem brandneuen PRC-Honda in Most/CZ Ende August. Ein weiterer PRC mit 2l-Honda-Motor wurde von Emanuel Pedrazza gesteuert. 

Auf dem Terminkalender dieses Meetings tauchte sozusagen in letzter Minute ein weiteres Rennen auf – 30 Minuten Dauer, für alle Fahrzeuge offen. Walter Pedrazza und seine Crew nahmen diese Gelegenheit für einen zusätzlichen Test unter Rennbedingungen spontan wahr. Auf diese Weise wurde quasi ein Wochenende der Sports Car Challenge 2007 simuliert; auch dort wird es bei vier Veranstaltungen neben den Sprintrennen zusätzlich einen 75-Minuten-Langstreckenbewerb geben. 

Das Starterfeld war, wie für ein so kurzfristig angesetztes Rennen nicht anders zu erwarten, mit 12 Autos eher schütter. Gegen Pius Truffer und seinen PRC-BMW hatten sie alle nichts auszurichten: er fuhr Zeiten im 1:16-Bereich und entschied das Rennen ganz klar für sich. Großartig auch die Leistung von Emanuel Pedrazza – vom letzten Startplatz aus. Die Rundenzeiten der ebenfalls Honda-motorisierten Boliden der CN-Konkurrenz von Norma aus Frankreich stellte er mit Leichtigkeit ein; eine Serie 1:19er Runden führte ihn bis auf den zweiten Gesamtrang nach vor. Mit Mirco Schultis als Drittplatziertem war das PRC-Podium komplett. 

Am Sonntag also das 100-Meilen-Rennen: Pius Truffer ging als Solist an den Start, Mirco Schultis holte sich Verstärkung. Die 25jährige Schweizerin Sabrina Hungerbühler fährt in der Sports Car Challenge einen Osella-BMW, dieses Mal stieg sie in den blau-gelben „Dress-for-Less“-Boliden. 

25 Starter, darunter neben den drei PRC auch einige Radical-Sportwagen, bildeten das schöne Starterfeld zum 100-Meilen-Rennen; anfangs hatte auch ein Radical die Oberhand. Bernd Rübig im SR8 führte vor Truffer, der sich nicht abschütteln ließ. Nach dem Boxenstop übernahm der Schweizer dann das Kommando, später hatte Rübig auch noch Technik-Pech; er kam nach Motorschaden nicht ins Ziel. Es war wieder der Tag des Truffer, er nahm der gesamten Konkurrenz zwei Runden ab und gewann in souveräner Manier. Dahinter hatte die aus der zweiten Reihe gestartete Sabrina Hungerbühler zunächst den Rückstand einer Stop & Go-Strafe aufzuholen – während einer Safety-Car-Phase war ein anderer Teilnehmer etwas übervorsichtig beim Abstandhalten zum Führungsfahrzeug, der Schweizerin ging schließlich die Geduld aus. Danach fuhr sie im CN-Auto 1:20er-Zeiten und war bis zum Fahrerwechsel wieder auf Platz 2. Mirco Schultis brachte mit dem PRC-Honda den Vorsprung von einer Runde auf den Drittplatzierten über die Distanz; er steigerte sich während seines Turns um eine Sekunde pro Runde und kam ebenfalls auf respektable Zeiten um die 1:21. Damit gab es auch im 100-Meilen-Rennen von Dijon einen Doppelsieg für die Marke PRC. 

Walter Pedrazza, Firmenchef von PRC und Promoter der Sports Car Challenge, zeigte sich von diesem Rennformat begeistert, „und das nicht nur, weil wir gewonnen haben!“ – er bestätigte an Ort und Stelle, dass es 2007 bei vier SCC-Veranstaltungen ein 100-Meilen-Rennen geben wird. Die Resonanz von Seiten interessierter Teilnehmer ist jedenfalls vorhanden.

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Entry List Petit Le Mans

r10mcnish.jpgNach langem gespannten Warten war es soweit: Die Entry List für das Petit Le Mans am 30. September in Road Atlanta wurde nun endlich veröffentlicht. Insgesamt 28 Fahrzeuge (8 LMP1, 6 LMP2, 4 GT1, 10 GT2) wollen sich auf die zehn Stunden Hatz im Herzen Georgias begeben. Eine kleine Überraschung gibt es im Audi-Team: Das Fahrzeug von Frank Biela und Emanuele Pirro wird wie in Le Mans von Marco Werner unterstützt. Somit tritt die diesjährige Le Mans-Siegermannschaft noch einmal geschlossen an. Im Highcroft Lola von Duncan Dayton sitzen für das PLM Memo Gidley (zuletzt in der Grand-Am aktiv) sowie Vitor Meira. Meira fuhr zuletzt in der Honda befeuerten IndyCar-Serie. Spekulationen um nächstjährige Acura Werksfahrer können nun begonnen werden. Wie angekündigt werden die beiden aus der Le Mans Series bekannten englischen Teams Zytek und Creation beim PLM und in Laguna Seca antreten. Bei Zytek wird neben Stefan Johansson der ALMS erfahrene Johny Mowlem ins Lenkrad greifen. Bei Creation wird die Stammbesetzung Nicolas Minassian und Jamie Cambell–Walter durch den Dänen Thomas Serwin unterstützt. Sportwagenlegende Andy Wallce ist wieder zurück im Dyson Team. Für das PLM unterstützt er seine alten Kumpanen James Weaver und Butch Leitzinger . Komplettiert wird die LMP1-Klasse durch den zweiten Dyson-Lola, der in Stammbesetzung Chris Dyson und Guy Smith antritt, sowie den AutoCon-Lola mit Lewis McMurry und Willman am Steuer.

Ilimerockpole.jpgn der LMP2-Klasse tritt Penske Motorsport wieder mit seiner Langstreckenbesatzung an. Die Stammfahrer werden wie in Sebring durch Emanuel Collard und Patrick Long unterstützt. Ein Wiedersehen gibt es mit dem BK Motorsport-Courage. Nachdem das Auto über den Sommer aufwendig repariert wurde, möchte man nun die beiden letzten Rennen der Saison in Angriff nehmen. Details für die Saison 2007 sollen in Laguna Seca bekannt gegeben werden. Der Lola B05/40 von Intersport Racing erhält brüderlichen Zuwachs, denn das schweizer Horag Racing Team kehrt nach einjähriger Pause wieder auf die Rennstrecke zurück. Teamchef Fredy Lienhard setzt seinen B05/40 zusammen mit Didier Theys / Eric van de Poele ein. Mit Spannung erwartet wird der erste Einsatz des van der Steur-Radical. Gunnar van der Steur / Ben Devlin werden das Debüt des englischen Sportwagens auf dem neuen Kontinent zusammen mit Radical Mitbesitzer Tim Greaves feiern können. Für Laguna Seca plant Greaves zudem den Einsatz seines eigenen Bruichladdich-Radical. 

Nicht viel Neues gibt es in der GT1-Klasse, die beiden Werks-Corvette werden mit den Werks-Aston Martins um den Klassensieg streiten. Aller Voraussicht nach werden beide Teams in Original ACO-Spezifikation antreten, da der französische Verband nur an reglementskonforme Fahrzeuge seine Eintrittskarten für das 2007er Rennen an der Sarthe vergibt. Die GT2-Klasse tritt wie gewohnt mit 10 Fahrzeugen an. Interessant zu nennen sind Boris Said im PTG BMW und das Brudergespann Bergmeister wieder gemeinsam im PWL-Porsche. Vier Porsche werden sich mit zwei Panoz, zwei Ferrari und zwei BMW messen.  

Ein sicherlich spannende und interessante neunte Auflage des inzwischen schon zum Klassiker gewordenen PLM steht uns ins Haus. GT-Eins.de wird wie gewohnt vom Rennen berichten. (Fotos: ALMS)

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