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Radical mit Robin Liddell

RadicalBruichladdich - das offizielle Radical-Werksteam -hat nun die Fahrerbesatzung für die LMS 2007 fixiert. Der Schotte Robin Liddell wird Stammpilot Stuart Moseley bei allen Rennen ausser in Monza, wo sich der Termin mit seinem ALMS-Engagement bei Tafel-Racing beisst, als Co-Pilot im SR9-LMP2 verstärken. Teambesitzer Tim Greaves wird sich mehr in den administrativen Teil zurückziehen. 2007 will das Team endlich Resultate einfahren, nachdem man 2006 den Speed des SR9 bewiesen hat. Liddell ist kein Unbekannter in der Radical-Szene. 2000 und 2001 trat er in der Enduro-Serie an und wurde zweimal Vizemeister. Seitdem sammelte er umfangreiche Prototypen- und GT-Erfahrung – auch schon in der LMS

Bruichladdich startet in Kürze einen umfangreichen Reifentest mit Dunlop in Estoril und Magny-Cours, bevor man sich mit den anderen Teams auf dem HTTT zum ersten Kräftemessen trifft.

JMB 2007 mit 9 Wagen unterwegs

Das monegassische JMB-Racing Team wird 2007 an allen wichtigen Fronten präsent sein. 9 Wagen von zwei Herstellern – durchgehend vom GT1 bis zum GT4 – werden 2007 in diversen Rennserien eingesetzt.

Fangen wir in der GT1 an: In der FIA-GT-Meisterschaft beabsichtigt man gleich zwei Maserati MC12 einzusetzen. Ein MC12 wird für die beiden britischen Piloten Ben Aucott und Joe Macari an den Start gebracht. Beide hatten just die 24h von Bahrein auf einem F360 des Teams bestritten und waren dort auf das Podium gefahren. Gestern sickerte von Seiten des Teams durch, dass man den Einsatz eines zweiten MC12 plant – gibt es also in diesem Jahr bis zu sechs MC12 in der FIA-GT-Meisterschaft zu sehen?

jmbf430gt3 In der GT2-Klasse beschickt das monegassische Team mit einem F430 die ACO-Serien. Bei den 12h von Sebring, allen LMS-Läufen und an der Sarthe (vorausgesetzt der ACO stimmt zu) soll der Bolide aus Maranello die monegassischen Farben vertreten. In der vergangenen Saison war man noch mit zwei F430 in Zusammenarbeit mit Gruppe M-racing in der FIA-GT-Meisterschaft unterwegs.

In der GT3-Klasse testete man just einen F430 zusammen mit der schweizer Truppe Loris Kessel Racing (Foto). Beide Mannschaften wollen in der FIA-GT3-EM je drei der italienischen Boliden an den Start bringen. Für die neue GT4-Rennserie im Rahmen der FIA-GT-Meisterschaft sind hingegen zwei der Maserati-Trofeo vorgesehen. 2007 dürfte somit ein ereignisreiches Jahr für die erfahrene Sportwagenmannschaft werden.

EGTS (Endurance GT Serie) – vorläufige Nennliste

07egts027Die Debut-Veranstaltung der EGTS ist für 30.03./01.04. in Vallelunga angesetzt. Relativ früh gibt die Peroni-Gruppe nun ein provisorisches Entry für ihre neue GT-Serie heraus, welches immerhin 27 Fahrzeuge enthält.

Mehr als die Hälfte des EGTS-Feldes wird demnach aus Ferraris (5 F360, 1 F430, 2 eher seriennahe F550) und Porsches (5 996er und 2 993er) bestehen. Racing Box plant angeblich, fünf Autos an den Start zu bringen - zwei Dodge Viper, davon eine mit den Fahrern Zonca / Bellicchi in der sogenannten „GT2“-Version, und drei Lamborghini Gallardo. Darüber hinaus sind eine weitere GT3-Viper, drei Maserati Trofeo, zwei Lotus Elise und ein Audi TT angekündigt.

Arena LMP1-Zytek

Zytek 2006 Seit der Veröffentlichung der LMS-Nennliste ist ein weiteres offenes Geheimnis endlich gelüftet worden: Arena Motorsport wird 2007 für den Einsatz des LMP1-Zyteks in der 1000km-Rennserie verantwortlich sein. Bei den 24 Stunden von Le Mans werden Stefan Johansson und Tom Chilton, Sieger auf Zytek bei den 1000km am Nürburgring 2005, die Fahrercrew bilden. Zur weiteren Wahl gehört der Inder Narain Karthikeyan, allerdings werden wegen der Verpflichtungen von Johansson in der ALMS und Chilton in der BTCC noch weitere Piloten gesucht.

Derzeit befindet sich der Wagen noch im Aufbau, soll aber im April an das Team ausgeliefert werden. Arena Motorsport Gründer Mike Earle war schon in der Vergangenheit für die Einsätze des Werks-Zyteks verantwortlich. Im vergangenen Jahr trat man in Spa-Francorchamps (3. Platz unter Essex-Nennung), am Nürburgring (5. Platz bei den LMP1) und in Donington Park an. 2007 wird man nun zwei Zyteks in der LMS zu sehen bekommen: den Arena-Zytek in der LMP1 und den Epsilon-Barazi-Zytek in der LMP2-Klasse.

Erste Sebring Entry-List

wdwtfernandezNach langem Warten wurde nun endlich die erste Entry-List für das 12-Stunden Rennen von Sebring bekannt gegeben. Insgesamt 32 Fahrzeuge in vier Kategorien haben zum jetzigen Zeitpunkt für die Hatz im Herzen Floridas gemeldet. Die große Prototypenklasse (LMP1) kommt wie erwartet etwas dünn daher. Lediglich die beiden Werks-Audi R10 mit ihren Dieselmotoren und der schon etwas betagte Autocon-Lola möchten den LMP1 Sieg unter sich ausmachen.

Dagegen ist die kleine LMP2 Klasse dieses Jahr mit elf genannten Fahrzeugen sowohl von der Quantität als auch von der Qualität sehr gut besetzt. Mit Spannung wird hier das Duell zwischen Porsche und Acura herbei gesehnt. Porsche wird mit je zwei Fahrzeugen in den Händen von Penske Motorsports sowie zwei in den Händen Dyson Racing den neuen Herausforderer Acura, der auf die Teams AndrettiGreen, Highcroft und Fernandez Racing setzt, erwarten. Zünglein an der Waage möchten sicher die auf dem Papier als Außenseiter geltenden Teams spielen. Neben dem Intersport-Lola wird auch das Schweizer Horag Team seinen Lola in Sebring an den Start bringen. Dazu stößt mit BK-Motorsports ein alter Bekannter mit neuem Gerät. Nach der eher unerfolgreichen Zeit mit einem Courage C65 gekoppelt mit einen Mazda Wankelmotor setzt man nun auf einen brandneuen Lola B07/40, der von einem im Zusammenspiel von Mazda und AER entwickelten Vierzylinder-Turbomotor angetrieben wird. Abgerundet wird die Klasse durch den Radical des sympathischen van der Steur Teams.

Ähnlich wie die große Prototypenklasse tut sich auch die große GT Klasse dieses Jahr etwas schwer. Neben den beiden eigentlich schon zum Inventar zählenden Corvetten startet nur das aus Europa stammende Team Modena mit einem Aston Martin DBR9.

Großes Kino wird dem Rennfan jedoch in der GT2-Klasse ins Haus stehen. Ganze 15 Fahrzeuge möchten hier um den Klassensieg fighten. Sechs Porsche 997 RSR (u.a. vom deutschen Konrad Team eingesetzt) werden gegen fünf Ferrari 430 sowie drei Panoz Esperante und den holländischen Werks-Spyker antreten. Überraschend bei der Schar der Ferrari ist sicherlich der Wagen des französischen JMB Teams, welches dieses Jahr für Sebring den Sprung über den großen Teich wagt. Das ehemalige Porsche Team White Lightning wird dieses Jahr mir zwei neuen Ferrari 430 am Start sein. Neben dem bereits seit langem bekannt gegebenen Fahrzeug wird man zusätzlich einen Ferrari für Steve Pruitt unter der Bewerbung Corsa/White Lightning einsetzen.

Alles in allem wird ein qualitativ sehr starkes Feld die diesjährige ACO-Rennsaison am 17.03.2007 eröffnen. Bleibt zu hoffen, dass noch einige weitere Wagen dazustoßen werden.

all-inkl.com Racing mit Kox & Menten

lamboDas all-inkl.com Racing Lamborghini-Team hat nun die Besatzung für den Murciélago des Teams fixiert. Jos Menten, in der vergangenen Saison noch für PSI auf einer GT1-Corvette unterwegs, wird zusammen mit Peter Kox die Einsätze in der FIA-GT absolvieren. Das Team wird bei allen Läufen der FIA-GT-Meisterschaft 2007 einen  Murciélago R-GT mit der neuesten Entwicklungsstufe an den Start bringen.

Peter Kox, der 2003 auf Ferrari den Klassensieg in der GT1-Kategorie an der Sarthe errang und zuletzt regelmäßig für Aston Martin bzw. Spyker als Werkspilot aktiv war, ist ein anerkannter GT1-Spezialist und kennt den Murciélago von Beginn an.

Britische GT – Barwell mit drei Aston Martin in der GT3

07bgtc033Heuer wird anstatt der nicht mehr ausgeschriebenen GT2-Klasse die GT3 zur Top-Kategorie der britischen GT-Meisterschaft. Unter der Nennung der aufstrebenden Mannschaft Barwell Motorsport sollen dort drei Aston Martin DBRS9 an den Start gebracht werden.

Als Piloten stehen bislang Paul Drayson / Jonathan Cocker, Tom Alexander / Michael Bentwood sowie Guy Harrington fest. Bei den zweitägigen Aston Martin-Tests in Paul Ricard kam auch Ian Khan zum Einsatz - er ist noch dabei, seine Möglichkeiten für 2007 zu evaluieren, könnte aber durchaus die Besatzung des dritten Fahrzeuges komplettieren.

Leo Machitski, der im vergangenen Jahr den Britischen GT3-Fahrertitel für Barwell gewonnen hatte, soll den DBR9 des Teams in der FIA-GT pilotieren.

BMS weiter mit Aston Martin

astontestDie BMS Scuderia Italia hat an dem offiziellen Aston Martin -Test auf dem HTTT (Foto) teilgenommen und am Rande dieses Testes auch Details zu den Fahrerbesatzungen für 2007 offenbart. So bleibt es offenbar neben dem Einsatz eines Porsche GT2 (wie gemeldet ) auch weiterhin bei den Einsatzplänen für die GT1 und GT3. Zusammen mit Partner Pirelli testete man diverse Langstreckenreifen, wobei als Fahrer Fabio Babini und Jamie Davies zum Einsatz kamen. Als 2.Crew im GT1 wurden die beiden italienischen Piloten Alessandro Bonetti & Ferdinando Monfardini eingesetzt, die ihre jüngste Rennvergangenheit in der World Series und der  GP2-Serie bestritten.

Die Aston DBRS9 GT3 wurden von dem Fahrersextett Diego Alessi, Giorgio Bartocci, Luca Formilli, Alex Frassinetti, Paolo Nocera und Mattia Pavoni bewegt. Somit bleibt derzeit die Frage offen ob der Schweizer Toni Seiler weiterhin beim italienischen Top-GT-Team 2007 antreten wird.

Courage mit neuem Paket für 2007

alexfrei Auch 2007 wird der Schweizer Alexander Frei wieder fester Bestandteil des Courage-Werksprogramms sein. In diesem Jahr steigt er sogar in die Funktion eines Fahrer-/Teammanagers auf, indem er für den Einsatz eines der beiden Werkscourages – der #12 -  verantwortlich sein wird.  In diesem Jahr, das auch das 25-jährige Firmenjubiläum von Courage markiert, wird Frei mit einem weiteren festen  Teamkollegen in der LMS und wahrscheinlich auch in Le Mans debütieren. Jonathan Cochet wird dem Schweizer als Partner zur Verfügung stehen.

In der LMS und bei den 24 Stunden von Le Mans wird das Courage-Werksteam wieder 2 Wagen an den Start bringen. Wer neben Frei/Cochet den 2. C70 steuern wird ist noch nicht fixiert, obwohl der Name von Jean-Marc Gounon hier hoch gehandelt wird. 1-2 zusätzliche Piloten sollen hier Gounon als Fahrer für die 1000km-Rennen ergänzen.

Fest steht dagegen dass man von Yokohama auf  Michelin als Reifenpartner wechselt. Beim Motorenlieferanten gibt es ebenfalls einen signifikanten Wechsel. Hier arbeitet Yves Courage ( auf dem Foto unserer Kollegen von Endurance-Infos.com mit seiner Crew zwischen den beiden Werksautos für 2007 abgebildet) presentationcourage_06nicht mehr mit Mugen zusammen sondern baut statt dessen den AER P32T Biturbo V8 als Treibsatz in die C70-Chassis ein. In der JLMS soll das Engagement eines C70 mit Werks-Mugen-Motor zwar fortgesetzt werden, für die LMS ist jedoch nun AER der bevorzugte Ausrüster. Die Partnerschaft mit Yokohama wurde aufgekündigt, nachdem abzusehen war dass die Japaner ihre Prioritäten mehr in die Richtung der WTCC verlagern würden. Auch beim Getriebe vollzieht Courage im laufenden Jahr den Wechsel von Hewland auf X-Trac so dass man 2007 mit einem komplett neuen Paket antreten wird.

LMS 2007 - Bemerkungen zur Nennliste

Einige Bemerkungen zur frisch veröffentlichten Nennliste der Le Mans Serie 2007: Die LMP1-Klasse lebt und gedeiht. 14 Autos sind genannt, einige noch ganz oder teilweise ohne Fahrer, die eine oder andere Nennung könnte also noch „wackeln“. Trotzdem dürfen wir uns auf ein Bomben-Jahr freuen! Die beiden Peugeot als einzige „echte“ Werksautos sollten zwar den Rest des Feldes im Griff haben, aber zuerst müssen sie einmal haltbar genug sein, eine Renndistanz durchzustehen; für Peugeot ist die LMS ein Test vor den Augen der Öffentlichkeit für die 24 Stunden von Le Mans.

Zu den Überraschungen in dieser Klasse zählt wohl der Audi-Motor im Heck des Lola von Swiss Spirit; Audi wiegelt zwar den Einsatz zum völlig normalen Leasinggeschäft ab, man wird das Team aber doch wohl nicht völlig im Regen stehen lassen. Eine Art „Czech Spirit“ stellt das Charouz-Team dar, hier fehlt auf der Liste der Name von Jarek Janis – siehe unten! Wieder da ist hingegen Tom Chilton, der englische Tourenwagenfahrer will es auch in der LMS wieder wissen. Gemeinsam mit dem ewig jungen Stefan Johansson bildet er eine Boy-Group der besonderen Art.

Die LMP2-Klasse bringt zwei erfreuliche Neuzugänge. Zum einen ergänzt der fliegende Schotte Robin Liddell sein ALMS-Programm mit einem Drive im „alkoholgetriebenen“ Bruichladdich-Radical gemeinsam mit Radical-Protegée Stuart Moseley. Und bei Kruse Motorsport vollzieht Norbert Siedler den schon länger geplanten Umstieg in die Prototypen-Szene – nach seinem guten Einstand in Jarama voriges Jahr dürfen wir uns auf 2007 schon freuen. Im Chassis-Bereich erfreulich: Pilbeam bleibt auch heuer dem Feld erhalten, mit Embassy Racing gibt es vielleicht auch etwas mehr Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.

GT1 kriselt – lange nicht so arg wie in der ALMS, aber dennoch nimmt sich das halbe Dutzend verbliebener großer GT vergleichsweise ärmlich aus. Hier sorgt eine junge Dame für Glanz: Liz Halliday steigt beim Team Modena ein und fährt einen Aston Martin DBR9! Vielleicht eine Absetzbewegung aus der schwachen ALMS? Gegen Larbre, Oreca, Racing Box und Alphand kann die junge Amerikanerin jetzt zeigen, was sie drauf hat. Und als komplette „Wild Card“ in diesem kleinen Feld ist der Ferrari 550 von Goldentime Racing zu werten, dahinter verbergen sich Norbert Walchhofer und die Truppe von Wieth-Racing. Das Auto ist auch der altbekannte, von Wieth gebaute Maranello.

Aus dem GT2-Feld blitzen zwei Autos besonders hervor: eine Corvette C6 für Markland Racing aus Dänemark, mit „Dansky“ Kurt Thiim himself am Steuer, hat ein Entwicklungsjahr vor sich. Der Spyker C8 von Speedy Racing sorgt für die Extradosis Swiss Spirit in der Le Mans Serie; dieses mit Iradj Alexander und Andrea Chiesa sehr kompetent besetzte Auto des Schweizer Spyker-Importeurs ergänzt den holländischen Werks-Roadster der Spyker Squadron, und hier finden wir auf einmal den in der LMP1-Liste vermissten Jarek Janis wieder. Die Felbermayr-Proton-Experience vollzieht den Wechsel in die LMS nur mit zwei Autos, das "Väter-Team" wurde leider abgelehnt.  Einen der verbliebenen Wagen steuert Porsche-Werksfahrer Marc Lieb; und sein frischgebackener Kollege Richard Lietz gibt seinen ersten Auftritt als offizieller Werksrepräsentant gemeinsam mit Raymond Narac bei IMSA Performance.

Wo man hinschaut, ist Philipp Peter: der (ehemalige?) RaceAllianzer hat bei GPC angedockt, gemeinsam mit GP2-Flüchtling Sergio Hernandez. Und Australienexport Alan Simonsen erhält im Virgo-Ferrari die seltene Gelegenheit, vor europäischem Publikum zu glänzen.

Jede Menge Autos, Namen, Stories – es wird, das kann man bereits jetzt beinahe versprechen, ein gutes Jahr. Die Le Mans Serie 2007 kann losgehen!

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