VLN Review 2017 1 - Die Gesamtsieger

Das Ende der VLN-Saison 2017 liegt knapp 2 Wochen zurück – daher ist es an der Zeit für uns eine kurze Zusammenfassung der Saisonergebnisse zu liefern (die ja leider im letzten Jahr aufgrund der CMS-Umstellung ausfiel). Im ersten Teil betrachten wir dabei die Gesamtsieger der neun VLN-Läufe und die Mannschaften die dahinter auf das Podium klettern konnten.

Pl. VLN1 VLN2 VLN3 VLN4 VLN5 VLN6 VLN7 VLN8 VLN9
1 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3
  Manthey Racing Manthey Racing Wochenspiegel Team Monschau Falken Motorsports Manthey Racing  Land-
Motorsport
Manthey Racing  Land-
Motorsport
Manthey Racing
2 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3
  Bentley Team ABT Haribo Racing Manthey Racing Manthey Racing Falken Motorsports PHOENIX RACING mcc-chip dkr-racing Black Falcon Black Falcon
3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3
   Land-
Motorsport
Audi Sport Team WRT  Land-
Motorsport
Walkenhorst Motorsport PHOENIX RACING Falken Motorsports Haribo Racing Wochenspiegel Team Monschau PHOENIX RACING

Auch optisch wird so klar: es war das Jahr des Manthey Racing „Grello“-Porsches! Gleich 5 Mal gewann das Traditionsteam von der Nordschleife mit seinem Top-Auto und holte somit bei mehr als der Hälfte der VLN-Läufe 2017 den Gesamtsieg. 2 mal war die Land Motorsport Truppe erfolgreich.. Die beiden restlichen Siege teilten sich der Falken Motorsport BMW M6-GT3 und der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 GT3.

Mantheys Top-Auto gewann dabei mit ständig wechselnden Besatzungen denen nur eines gemeinsam war – die „frensh connection“: Lauf 1 ging an die rein französische Besatzung Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet. Bei Lauf 2 teilte sich Richard Lietz das Auto mit Makowiecki. Bei Lauf 5 war mit Dumas, Kevin Estre und Mathieu Jaminet erneut ein französisches Trio erfolgreich. Der Däne Michael Christensen und Estre gewannen Lauf 7. Beim Finale schliesslich dürfte mit Porsche-Testpilot Lars Kern erstmals in der Saison ein deutscher Pilot an der Seite von Fred Makowiecki ganz oben mit auf das Treppchen steigen. Auch die beim denkwürdigen 24h-Rennen am Ring erfolgreiche Land Motorsport Truppe setzte auf ständig wechselnde Besatzungen: Lauf 6 gewann Land-Stammpilot Connor de Philippi zusammen mit dem schnellen Belgier Robin Frijns. Bei Lauf 8 teilten sich Dries Vanthoor und Markus Winkelhock das siegreiche Chassis.

Erweitert man die Saisonbilanz auf die Podiumsplätze wird es naturgemäss komplexer. Die 21 Podiumsplätze gingen 2017 an Porsche (9x), Audi (8x), Mercedes (4x), BMW (2x), Ferrari (2x) und je ein mal an Bentley und Renault. Für Porsche fuhren 3 verschiedene Mannschaften auf das Podium. Manthey gelang es dabei genauso wie auch Falken (mit dem Porsche und dem BMW) 2 verschiedene Autos des Teams aufs Podium zu bekommen. Neben dem „Grello“ war bei VLN3 auch der #12 Porsche von Kern, Jaminet und Otto Klohs mit P2 erfolgreich. BMW gelang es nur bei einem Lauf aufs Podium zu kommen – dafür gleich mit 2 Autos: Bei der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy (VLN4) gewann nicht nur der Falken BMW erstmals; Rang 3 belegte dahinter der Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3. Bei allen anderen Läufen blieb den BMW-Teams nur das Nachsehen.

2 mal schlug die Stunde der Underdogs. Als Höhepunkt dürfte dabei VLN3, der 59.ADAC ACAS H&R-Cup im Juni gelten, als das bis dato glücklose Wochenspiegel Team Monschau Ferrari-Trio Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz den ersten VLN-Sieg für einen Ferrari F488 GT3 holte. Ein zweiter Podiumserfolg gelang der Mannschaft mit P3 im vorletzten VLN-Rennen. Der zweite Erfolg eines Aussenseiterteams wurde erst eine Woche nach dem Fallen der Zielflagge bekannt: Als das Ergebnis des vorzeitig abgebrochenen siebten VLN-Laufs wegen eines Fehlers bei der Rundenzahl 1 1/2 Wochen später korrigiert wurde, rutschte die mcc-chip dkr-Racing Mannschaft mit ihrem Renault RS 01 auf Gesamtrang 2 nach vorne. Es war ein passender Abschlusserfolg beim vorerst letzten Auftritt des Autos in der Meisterschaft.

Nur 2 der 27 Podiumsplätze wurden nicht von einem SP9/GT3 belegt. Neben dem besagtem zweiten Platz der in der SPX-Klasse startenden Renault-Mannschaft zählte auch der Sieg beim letzten Lauf für Manthey für die SPX-Klasse. Der Porsche war unter anderem mit einer noch nicht für die GT3 homologierten Fronthaube unterwegs und deswegen in der SPX genannt. Bentleys zweiter Platz beim VLN-Auftaktslauf war der bislang grösste VLN-Erfolg der britischen Marke. Schade das man trotz günstigerer BoP-Einstufungen für die Folgerennen keinen Auftritt nach dem 24h-Rennen bestritt – so wird das nichts mit einem besseren 24h-Ergebnis 2018! Mercedes kam hingegen in diesem Jahr nicht über 3 zweite Plätze für die Einsatzteams von Haribo Racing und Black Falcon hinaus.

Kein einziges Team in der SP9-Klasse bestritt übrigens alle Rennen der Saison. Bei VLN1 startete mit 33 GT3 das grösste Klassenfeld der Saison. Bei VLN3 – dem Sieg des Ferraris – waren es magere 9 GT3 die am Start waren. Mit der 40.ten Ausgabe des RCM-DMV Grenzlandrennens gab es in diesem Jahr ein rundes Veranstalter-Jubiläum. In der kommenden Saison werden 2 weitere (60.ter ACAS-Cup; 50.ter Barbarossapreis) folgen.