Britischer Auftaktsieg im GT86-Cup bei VLN1
Mit einem stark besetzten Feld von 9 Fahrzeugen, einem der stärksten in seiner mittlerweile 5-jährigen Geschichte, ging der TMG Toyota GT 86-Cup beim ersten VLN-Lauf 2017 an den Start. Am Ende gewann eine britische Newcomer-Mannschaft: das Duo Dale Lomas und Lucian Gavris auf dem Milltek Racing-Toyota lief nach 23 Runden als Klassenseiger ein. Es war das erste Mal nach 2014 das wieder eine britische Mannschaft im Toyota-Markenpokal engagiert ist und das sich diese auch an der Spitze der Klasse behaupten konnte. „Natürlich war es unser Ziel, in der Spitze des Cup mitzumischen. Aber ein Erfolg gleich im ersten Rennen, damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet,“ freute sich der in Adenau lebende Brite Lomas, dessen Team bereits in der vergangenen Saison mit einem privat aufgebauten Ford Focus zeitweise in der VLN Langstreckenmeisterschaft und der 24 Stunden-Serie engagiert war.
Das britisch-deutsche Duo setzte sich gegen die beiden amerikanischen Pit Lane Racing Kundenpiloten John Brunot und Kevin Clifford durch, die am Ende mit 50s Abstand auf dem bestplazierten Fahrzeug der belgischen Mannschaft ins Ziel einliefen. Lediglich mit P3 mussten sich die lange führenden Leutheuser Racing-Piloten Dirk Lessmeister und Jan Sluis zufrieden geben. Der lange führende GT 86 - das ehemalige Meisterauto aus der Premierensaison 2013 des Teams – hatte sich nach vielen Führungsrunden zu Rennmitte einen Reifenschaden mit unplanmässigem Stopp eingehandelt und konnte danach den Rückstand auf das Führungsduo nicht mehr einholen.
Hinter den Podiumskandidaten konnten 3 weitere Teams das Rennen in Wertung beenden. Während der zweite Pit Lane Racing-GT86 mit der Stammbesatzung noch in der Führungsrunde mit den Klassensiegern gewertet wurde, musste sich die neu eingestiegene AM-Motorsports Mannschaft auf Rang 5 mit einer Runde Rückstand klassieren lassen. „Wir wissen das der Cup an der Spitze sehr eng umkämpft und anspruchsvoll ist. Solch ein Tempo mit einem relativ moderat motorisiertem Fahrzeug anzuschlagen muss man erst mal lernen“ hatte Pilot Jan Focke vor dem Rennen noch gemutmasst. Immerhin schaffte man es eine Runde vor dem Ring-Racing Wagen des Duos Nielsen Wilhard ins Ziel zu kommen.
3 Teams sahen die Zielflagge bei diesem Lauf nicht. Die Vizemeister des Vorjahrs, das Ring-Racing Duo Nils Jung und Florian Wolf musste den Lauf in Runde 15 mit einem Antriebswellenschaden beenden, der ein Folgeschaden eines Leitplankenkontakts nach einem Rempler durch einen GT3-Konkurrenten war. Die Vorjahresmeistermannschaft von Toyota Swiss Racing bleib punktelos als Pilot Frédéric Yerly in Runde 6 ebenfalls von einem GT3 umgedreht wurde und mit der Front in den Leitplanken landete. Ebenfalls mit einem Unfall nach Abschuss durch einen Konkurrenten mussten die Neueinsteiger von Adrenalin Motorsport das Rennen schon nach 3 Runden aufgeben.