SCC-Läufe auf dem Red Bull Ring

sccbarthrbr.jpgSven Barth meldete sich auf dem Red Bull Ring eindrucksvoll zurück. Nach dem Pech in der Eifel geigte der PRC-Pilot beim vierten Lauf der SCC groß auf. In Österreich holte Barth zwei lupenreine Gesamtsiege vor Andreas Fiedler und Siegmar Pfeifer (beide PRC-BMW). Tabellenführer bleibt aber weiterhin Thorsten Rüffer (Norma-Honda), der ebenfalls zwei Siege verbuchte.

Bereits im Qualifying machte Sven Barth deutlich, dass der Sieg nur über ihn gehen wird. Nur fünf Runden reichten zur Polezeit. Eine 1:28,607 konnten weder Pfeifer (1:31,901) noch Fiedler (1:32,200) unterbieten. Gleich in der ersten Runde nahm Barth den Verfolgern fast 6s ab. Mit 49,737 Sekunden Vorsprung holte er seinen sechsten Gesamtsieg in dieser Saison. Heftiger Gewitterregen und Hagel sorgten vor dem zweiten Rennen für erhebliche Startverzögerungen. Wahre Sturzbäche ergossen sich über die Piste, als das Rennen nach zwei Runden hinter dem Saftey-Car doch noch gestartet werden konnte. Als nach neun Runden das Rennen vorzeitig beendet wurde, hatte Barth einen komfortablen Vorsprung von über 27 Sekunden herausgefahren. Dabei hatte letztjährige Vizemeister sichtlich Spaß auf der Strecke. „Es hat einen Riesenspaß gemacht. Schön ist aber auch, dass alle Fahrer gut angekommen sind“.

Dahinter beharkten sich Andreas Fiedler und Siegmar Pfeifer in beiden Rennen um Rang 2. Zunächst lag Pfeifer vor Fiedler auf dem zweiten Gesamtrang, ehe der Markenkollege in Runde 2 vorbei ging. Vorerst blieb Pfeifer dran, doch mit zunehmender Renndauer setzte sich Fiedler ab. Das selbe Spielchen im zweiten Heat - wiederum kam Pfeifer als Zweiter aus der ersten Runde zurück, ehe sich der grüne PRC von Fiedler wieder auf den zweiten Gesamtrang schob. sccfiedlerrbr.jpgDahinter holte sich Tommy Tulpe im ersten Durchgang den vierten Rang. „Mit dem vierten Platz bin ich natürlich zufrieden gewesen. Für mich ist es das erste Jahr mit dem Auto. Wir hatten da noch einige technische Probleme, aber so langsam wird alles o.k.“, so Tommy Tulpe. Dabei musste sich der PRC Pilot noch den Angriffen von Division 2-Sieger Thorsten Rüffer erwehren. Im Regen schwamm Tulpe schließlich zum sechsten Gesamtplatz vor den Klassenkollegen Andy Prinz (PRC-BMW) und Georg Hallau (Pilbeam-Nissan).

Den Division 2-Fahrern kam die Strecke mit den drei langen Geraden eher weniger entgegen, so dass diesmal die großen Fahrzeuge deutlicher im Vorteil waren. So konnte Rüffer zwar an dem PRC-Cosworth von Tulpe dran bleiben, einen Weg vorbei gab es aber nicht. Letzten Endes war der Sieg in der Division 2 wichtiger als das Gesamtergebnis. Im zweiten Durchgang hatte der Tabellenführer dann wie alle Piloten mit den schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. „Das zweite Rennen war eine Strapaze für die Nerven, da der Start wegen den Wetterbedingungen ständig verschoben werden musste. Beim Rennen dachte ich dann natürlich an den Meisterschaftsstand und versuchte das Auto als Klassenerster übers Ziel zu bringen“, so Rüffer. Mit 16,6 Sekunden Vorsprung auf Sandro Bickel (PRC-Honda) gelang dies bestens. Der junge Österreicher hatte sich als starker Gegner präsentiert und war im ersten Rennen kurzzeitig sogar in der Division 2 vorne. Den dritten Platz in der Division 2 sicherte sich im ersten Heat Gerhard Münch vor Norbert Groer, Uwe Burk und Henry Uhlig. Der Berliner zeigte sich trotz der weitesten Anfahrt zur Strecke begeistert. „Es hat enorm viel Spaß gemacht. Das hier ist eine richtig schöne Naturrennstrecke“, war Hallau von der Strecke angetan. Im zweiten Durchgang musste der Norma-Pilot wegen einer defekten Drosselklappe bereits zu Rennbeginn aufgeben. Diesmal holte Uwe Burk den letzten verbliebenen Podestplatz vor Gerhard Münch und Norbert Groer.

Dahinter kämpfte die Radical-Fraktion um die weiteren Plätze. Im ersten Rennen holte sich Prinz Marcus von Anhalt den siebten Klassenplatz vor John Shepard und Hans Christoph Behler. Dieser war im Regen diesmal vor von Anhalt und Shepard als Klassensechster bester Radical. Ihre Sportscar Challenge-Premiere gab Evi Eizenhammer im PRC-Honda. sccfeigenwinterrbr.jpgDie einzige Frau im Feld landete nach Platz 18 im Qualifying leider schon zu Beginn im Kies, so dass die eigentliche Rennpremiere erst am Sonntag stattfand. Da machte Eizenhammer aber ihre Sache gleich so gut, dass es bei den AvD 100 Meilen zum Sprung aufs Stockerl reichte. 

In der Crosslé-Klasse konnte sich Andy Feigenwinter über zwei weitere Siege freuen. Im ersten Rennen hielt er Reto Stutz und Beat Eggimann in Schach. Beim zweiten Durchgang pilotierte der Schweizer seinen Crosslé auf einen starken elften Gesamtrang. Klassenzweiter wurde diesmal Beat Eggimann vor Rainer Kueschatt.

Schon in zwei Wochen geht es für die Sportscar Challenge vom 09. bis zum 10. September im französischen Dijon-Prenois weiter.

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