Radical-Sieg bei den AvD 100 Meilen in Dijon

Jürgen Güllert hieß der Sieger nach 56 gefahrenen Runden bei den AvD 100 Meilen auf der Rennstrecke von Dijon-Prenois. Der Radical SR8-Pilot verwies mit 24,338 Sekunden Vorsprung Thorsten Rüffer im Norma-Honda auf Rang 2. Dritte wurden der Vorjahres-GT Meister Jürgen Bender und Martin Dechent, die den Cup 911er mit drei Runden Rückstand auf die beiden Sportwagen ins Ziel brachten.

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Im Qualifying hatte sich noch Thorsten Rüffer mit 1:16,797 die Bestzeit notieren lassen. Daneben stellte Jürgen Güllert seinen Radical in die erste Startreihe. Die zweite Reihe teilten sich das Vater-Sohn Gespann Noel und Phil Hagen mit den schnellsten GT-Vertretern Bender / Dechent. Den Start entschied Güllert für sich - der Radical-Pilot konnte sogleich wegziehen und knapp zwei Sekunden Abstand auf Rüffer herausfahren. Noel Hagen folgte dahinter als Gesamtdritter, kam jedoch beim Ausbremsversuch gegen Thorsten Rüffer in den Schmutz. Wenig später explodierte der Hinterreifen am PRC. Der wurde zwar noch in die Box geschleppt, doch stellte man dort fest, dass die Aufhängung beschädigt war. Somit war das Rennen für Familie Hagen bereits in Runde 4 beendet.

Da Mauro Barisone wegen eines Motorschadens am Lucchini-BMW erst gar nicht angetreten war, waren die Sportwagen von Güllert und Rüffer nun unter sich. Beste GT/Tourenwagen-Vertreter waren in der Anfangsphase Bender / Dechent vor Andreas Senn und Lucius Fox (beide Porsche 997 Cup). Dem saß Jim Gebhardt im KTM im Nacken. Der puristische Renner mausert sich bei den AvD 100 Meilen immer mehr zum Favoritenschreck.

avd100dijon_1An der Spitze kontrollierte Güllert das Rennen. Auch nach den Boxenstopps hielt er Rüffer, der vier Runden später stoppte, weiter auf Distanz. Der Sieg war dem ca. 450 PS starken Radical SR8 von LTV-Logistik Motorsport nicht mehr zu nehmen. Bei den GT und Tourenwagen hatten Jürgen Bender und Martin Dechent die Konkurrenz fest im Griff. Andreas Senn hatte als Gesamtvierter über eine Minute Rückstand auf das starke Duo. Durch den Sieg in der Division 3.1 übernahm Jürgen Bender auch noch die Tabellenführung vom bisherigen Leader Lucius Fox. Dieser wurde durch einen Reifenschaden kurz vor Schluss auf Platz 5 in der Klasse hinter dem Team Bode / Dutt und Theo Herlitschka (alle Porsche 997 Cup) zurückgeworfen.

KTM-Pilot Jim Gebhardt gewann die Division 3.02 klar vor Stein / Comes im BMW M3 E30. Für Abwechslung sorgten die flinken Caterham - hier gewann Philippe Regnier vor Lenys / Hirth und Grube / Hillenbrand. Im ersten Rennabschnitte lagen noch Grube / Hillenbrand in der Klasse vorne. Am Ende fehlten 0,69 Sekunden zum zweiten Klassenrang bei den Lotus und Caterham Fahrzeugen. Bei den Sportwagen liegt weiterhin Thorsten Rüffer vor Jürgen Güllert in Führung. Vom 24.-27. September geht es nun weiter nach Monza, ehe am 17. Oktober das entscheidende Finale in Hockenheim eingeläutet wird.