Gute Besserung Timo!

timo.jpgErneut hat Audi bei den traditionellen Testfahrten im Anschluss an die 12h von Sebring anfangs dieser Woche einen Wagen bei einem Unfall verloren. Im Unterschied zu den letzten Jahren gab es dabei jedoch dieses Mal leider einen ernsthaft verletzten Piloten zu verzeichnen - Timo Bernhard. Der ehemalige Le Mans-Sieger von 2010 verlor einen von vier beim Test zum Einsatz kommenden Wagen in Turn 17 aufgrund eines mutmasslich technischen Versagens aus der Kontrolle, streifte anschliessend die Mauer an der Innenseite der Kurve und schlug anschliessend mit über 150 kmh rücklings in die Reifenstapel ein.

Dem Vernehmen nach konnte Bernhard nach dem Crash den Wagen aus eigener Kraft verlassen, brach aber danach auf dem Asphalt zusammen. Die Marshals brachten den Piloten zuerst in das Streckenhospital, von wo aus er dann per Hubschrauber in eine nahe gelegene Klinik gebracht wurde. Offizielle Audi-Quellen wollten sich am vergangenen Mittwoch nicht zum Stand der andauernden gesundheitlichen Untersuchungen äussern. Wie in der Regel gut informierte Quellen mittlerweile erfahren haben wollen, wurde mittlerweile ein angebrochener Halswirbel diagnostiziert, bei dem allerdings gute Heilungschancen bestehen. Inwieweit nun dadurch die Saisonplanung des gebürtigen Homburgers beeinträchtigt wird, ist derzeit noch offen. Hier steht erstmal die vollständige Genesung des Piloten im Vordergrund.

Dies war der mindestens vierte Testunfall der Ingolstädter auf dem holprigen Flugplatzkurs in Florida. Zuvor hatten schon Allan McNish, Dindo Capello und Mike Rockenfeller in den Vorjahren mindestens ein Chassis eines aktuellen Le Mans-Rennwagens in Sebring zerstört. Im vergangenen Jahr kam Audi um diese gerne vermiedene Tradition herum - dafür erlitten McNish und Rockenfeller in Le Mans jeweils einen Horrorunfall mit ihren R18. Zumindest ist auch dieses Mal die konzeptionelle Stärke der Sicherheitszelle des Autos frühzeitig eindrucksvoll bestätigt worden. Auch sollen neu in die Wagen eingebaute Aeroflaps einen Unterluftabflug des R18 effizient verhindert haben. Audi führte die viertägigen Tests planungsgemäß weiter, wobei auch der neue R18 etron-quattro Hybrid LMP1 zum Einsatz kam. Gleichzeitig testen Highcroft, Dyson Racing und Aston Martin ihre Wagen auf dem Kurs in Florida.

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