#7 Toyota gewinnt WEC-Titel in Bahrain

Das Finale der WEC-Saison 2020 bei den 8h von Bahrain (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist am Sonntag mit dem Sieg des Toyota-Trios Mike Conway, José Maria Lopez und Kamui Kobayashi zu Ende gegangen. Die Piloten des Toyota TS 050 Hybrid-LMP1 mit der #7 kreuzten nach 8 Stunden Renndistanz im Finalrennen der Saison mit einem Vorsprung von 64s auf ihre Teamkollegen Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley in der #8 die Ziellinie. Ein deutlicher Sieg des #7 Toyota und damit auch der Gewinn des Weltmeistertitels für das Trio Conway, Lopez und Kobayashi war im Vorfeld erwartet worden, da die #8 duch ihre Vorerfolge aufgrund der Balance of Performance mit einem Handicap von etwa 0,5s pro Runde unterwegs war. Lediglich die beiden Toyota waren in Bahrain in der LMP1-Klasse unterwegs, die mit diesem Rennen nach 17 ununterbrochenen Jahren in der Sportwagenszene ihre Abschiedsvorstellung als oberste Prototypenkategorie der FIA gab.

Angesichts der überschaubaren Rennaction in der LMP1 musste der Kampf um den letzten Platz auf dem Podium zwischen den 6 LMP1-Teams den Spannungsbogen im bislang kleinsten WEC-Feld in der Geschichte der Meisterschaft (nur 24 Starter) ergänzen. Diesen entschied erneut das Jackie Chan DC Racing Team mit dem Trio Ho Pin Tung, Gabriel Aubry und Will Stevens für sich, das diese Leistung schon 2017 beim legendären Le Mans Erfolg des Teams vollbracht hatte – nur das damals nach der Disqualifikation des Rebellion-Teams am Ende der 2 Platz und ein Doppelpodium für das Team zu Buche stand. Ho Pin Tung avancierte damit zum ersten LMP2-Piloten der 2 mal auf das Gesamtpodium eines FIA Langstrecken Weltmeisterschaft Laufes klettern konnte. Hinter dem chinesischen Oreca kam auch der zweite Goodyear-bereifte Oreca im Feld, der Team Jota Wagen von Roberto Gonzalez, Anthony Davidson und Antonio Félix Da Costa auf das Podium. Die beiden vom selben Einsatzteam betreuten Wagen hatten sich am Ende einen engen Kampf um den Sieg geliefert den die unter chinsesischer Flagge startenede Mannschaft mit 1,8s Vorsprung für sich entscheiden konnte. Der letzte Podiumsrang fiel an das Racing Team Nederland Trio Frits van Eerd, Giedo van der Garde und Nyck de Vries, di die Polesetter und schon als Meister feststehende United Autosports Mannschaft noch vom Podium verdrängen konnten.

Mit einem Doppelsieg für Porsche (Christensen / Estre 2,8s vor Lietz/Bruni) holte sich der deutsche Hersteller in der GTE-pro den Sieg. In der Hersteller-Wertung war dagegen Aston Martin nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Dritte auf dem Podium wurden die AF Corse-Piloten Davide Rigon und Miguel Molina. Ein 5.Platz reichte dem Aston-Martin-Racing Duo Nicki Thiim und Marco Soerensen um den Fahrertitel in der GTE-Pro unter Dach und Fach zu bringen. Das tröstete Aston Martin über ein ernüchterndes ergebnis hinweg – alle GTE-Wagen (auch der Am-Teams) mussten beim Finale ungeplante Bremsbelagwechsel einlegen und fingen sich dadurch 2 Runden Rückstand auf die späteren Sieger ein.

In der GTE-Am gelang dem deutschen Project 1 Team ein weiterer Sieg mit dem Trio Egidio Perfetti Larry ten Voorde und Jörg Bergmeister. das mit 35s auf Platz 2 einlaufende AF Corse-trio Francois Perrodo, Emmanuel Collard und Nicklas Nielsen sicherte sich allerdings dafür den Gewinn der GTE-AM-Wertung der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2019-20. Das Podium komplettierte der #88 Dempsey-Proton-Porsche von Khaled AlQubaisi, Jaxon Evans und Marco Holzer.

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