Action Express Cadillac siegt in Daytona

Die 56.ten 24h von Daytona, (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten), der Saisonauftakt der Weather Tech-USCC-Serie und der NAEC sind am gestrigen Sonntag abend mit dem 3. Sieg der Action Express-Mannschaft zu Ende gegangen. Das Team siegte mit dem Cadillac Dpi-V.R des Trios Filipe Albuquerque, Joao Barbosa und Christian Fittipaldi im Mustang Sampling #5 Cadillac mit einem Vorsprung von knapp einer Runde auf die Teamkollegen Felipe, Eric Curran, Mike Conway und Stuart Middleton im Wheelen Engineering Cadillac. Den dritten Rang belegt nach einem für die DPi materialmordenden Rennen das neue Oreca LMP2-Team von Core Autosport Autosport mit den Piloten Jonathan, Colin Braun, Romain Dumas und Loic Duval, denen am Ende nur 20s auf P2 fehlten.

Die siegreiche Crew legte dabei dank eines für Daytona völlig untypischen Rennverlaufs mit nur 4 Gelbphasen eine neuen Rekorddistanz von 808 Runden zurück, die den seit 36 Jahren bestehenden Distanzrekord aus dem Jahr 1982 von John Paul Jr., John Paul Sr. und Rolf Stommelen in einem Porsche 935 pulverisierte und nun mit 2876,5 Meilen oder 4629,3km notiert wird. Beide Action Express Cadillacs mussten dabei am frühen Sonntag morgen wegen Überhitzungsproblemen in der Box behandelt werden, was die besten LMP2-Teams wieder auf Schlagdistanz an die bis dahin dominierende DPi-Mannschaft heran brachte. Unter diesen setzte sich die Core Autosport Mannschaft mit dem Oreca nach einem fast fehlerfreien Rennen gegen die verfolgenden Mannschaften von United Autosports und Jackie Chan DC Racing durch, die die Podiumsränge knapp verpassten. In einem von zudem ungewöhnlicher Zuverlässigkeit geprägten Rennen - 42 von 50 gestarteten Teams erreichten die Zielflagge – waren es gerade die aerodynamisch favorisierten DPi-Teams die am ehesten mit technischen Problemen zu kämpfen hatten. Extreme Speed Motorsports-Nissan, das Mazda Team Joest und die beiden anderen Cadillac-Mannschaften erlitten Totalausfälle. Action Express meisterte die Probleme am souveränsten und rettete am Ende dadurch einen knappen Vorsprung über die Ziellinie

In der GTLM-Klasse fuhr Ford einen dominanten Doppelsieg vor Corvette ein. Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Scott Dixon gewannen 10s vor Joey Hand, Dirk Müller und Sebastien Bourdais. Das Corvette-Trio Jan Magnussen, Antonio Garcia und Mike Rockenfeller komplettierte das Podium. Dem Speed und der Zuverlässigkeit der von der BoP in Daytona begünstigten flachen Ford GT-Flundern hatten die Konkurrenten aus der GTLM-Klasse auf dem Highspeed-Kurs in Daytona nichts entgegen zu setzen. Den Ausschlag für den Sieg der #67 gab am Ende nur ein kleiner Schnitzer: Ford Pilot Joey Hand würgte beim vorletzten Boxenstop die #66 bei Start ab – die 5 verlorenen Sekunden reichten um die Teamkollegen in der #67 den entscheidenden Vorsprung zu verschaffen.

Aus deutschsprachiger Sicht am erfreulichsten fiel das Ergebnis in der GTD-Klasse aus. Das Grasser Racing Team wiederlegte endlich das jahrelange Axiom das Lamborghini kein 24h-Rennen gewinnen kann. Rolf Ineichen, Mirko Bortolotti, Franck Perera und Rik Breukers fuhren den ersten bedeutenden Sieg für den Lamborghini Huracán GT3 bei einem 24h-Klassiker ein. Dank zweier fulminanter Stints von Mirko Bortolotti am Sonntag und eine technisch wie fahrerisch makellosen Vorarbeit seiner Teamkollegen und der gesamten Grasser Racing-Mannschaft, die nach Qualifying wegen eines misslungenen Stall-tests von ganz hinten im Feld starten mussten fuhr die Mannschaft nach jahrelangen Nackenschlägen den ersten grossen 24h-Erfolg mit dem Lamborghini ein. Dahinter holte die Michael Shank-Mannschaft mit dem Honda/Acura NSX von Katherine Legge, Alvaro Parente, Trent Hindman und AJ Allmendinger P2 mit 21s Vorsprung vor dem Paul Miller Racing Lamborghini Huracán GT3 von Bryan Sellers, Madison Snow, Andrea Caldarelli und Bryce Miller.

Der vollständige Rennbericht mit allen Zwischenergebnissen zum Rennverlauf kann unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden.