Das NSX-Debüt im GT-Masters

Schubert Motorsport nsx olebenabsolvierte am Wochenende das Debüt des Honda NSX GT3 beim Auftaktwochenende des GT-Masters. Auch wenn die Resultate am Ende bescheiden blieben (Ausfall im Kiesbett in Rennen 1 nach einem Zusammenkommen mit einem der EFP by TECE-Audis, 26.ter Rang in Lauf 2) gab es für das neu zusammengestellte Team mit den beiden Youngstern Giorgio Maggi und Christopher Dreyspring beim ersten Renneinsatz mit dem neuen GT3-Boliden reichlich Erfahrungen zu sammeln. Teammanager Frank Link zusammen mit Teamchef Torsten Schubert einer der treibenden Köpfe bei der deutschen GT-Mannschaft ist sogar zuversichtlich das das Engagement bald ausgebaut werden kann.

"Aktuell ist aus Budgetgründen nur ein Wagen im Einsatz. Wir brauchen zahlende Fahrer für die Cockpits, die wir für das zweite Auto bislang noch nicht fixieren konnten. Allerdings könnte es sein das wir schon in Most ein zweites Auto an den Start bringen können für das derzeit noch Verhandlungen laufen." Link gab uns auch ein Update bezüglich der weiteren Planungen über die Saison 2018 hinaus: "Wir wollen 2019 ein Doppelprogramm fahren bei dem wir neben dem GT-Masters-Einsatz auch auf der Nordschleife regelmässig mit dem Honda antreten wollen. Dazu war bei VLN2 schon ein von JAS eingesetzter Honda bei der freien Trainingssitzung am Freitag mit dabei, wobei es sich um die ersten Kilometer eines NSX auf der Nordschleife zwecks Vorbereitung für die Zulassung zur VLN handelte. Diesen Einsatz 2019 wollen wir schon in diesem Jahr mit ersten vorbereitenden Einsätzen beginnen. Daneben wollen wir aber auch die Verbindungen zu BMW nicht abreissen lassen. Schliesslich haben wir noch 2 BMW M6-GT3. Allerdings hat sich für diese kein Nordschleifenprogramm in diesem Jahr finanzieren lassen.“

Mit einer der Gründe warum Schubert und auch Schnitzer Motorsport dieses Jahr beim 24h-Klassiker am Ring fehlen, ist das BMW seine Prioritäten im Motorsportprogramm geändert hat. War das Ring-Engagement im vergangenen Jahr noch eines der erklärten Highlights bei den Münchnern, so liegen die Prioritäten 2018 auf den 3 Programmen mit dem M8-GTE, der Formel E und der DTM. Mit den beiden Kundenteams ROWE Racing und Walkenhorst Motorsport sehen sich die Münchner daher in diesem Jahr hinreichend stark am Ring aufgestellt.

Auch das Honda-Programm war ursprünglich anders geplant, wie Link uns in Oschersleben verriet. "Eigentlich sollte ein europäisches Internationales Programm im Blancpain GT Serien Endurance Cup gefahren werden. Da Honda Europa aber sinkende Absätze zu verzeichnen hatte, fiel die Unterstützung von deren Seite geringer als geplant aus. Daher haben wir uns dann für ein GT-Masters-Programm entschieden, das etwa 30% billiger als das geplante Endurance-Programm zu veranschlagen war, aber von der Wettbewerbsfähigkeit mindestens genau so hart ausgefochten wird."