GT-Masters am ESW ohne Nissan?

Kurz vor dem Qualifying zur 4. Runde des ADAC GT-Masters am Eurospeedway Lausitzring   (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist es zwischen dem ADAC und dem MRS GT-Racing-Team zu einem Eklat gekommen. 20 Minuten vor dem anstehenden Qualifying hat die Mannschaft von Teamchef Carsten Molitor nach eigenen Angaben eine Warnung des Deutsche Motorsport Bund (DMSB) erhalten , dass der Turbo Boost beim Nissan GT-R Nismo GT3 mit der #22 im zweiten freien Training um 140mb überschritten sei. Teamchef Carsten Molitor reklamierte zwar einen Berechnungsfehler, aber die Technischen Kommissare bestanden darauf das der Ladedruck entsprechend reduziert würde, was das Team für das Wochenende rund 40 PS kosten würde.

Offensichtlich hat die Entscheidung bei Molitor, der gerade einen massiven Motorschaden am Nissan mit der #23 verdauen musste das Fass zum Überlaufen gebracht - er zog kurzerhand seine beiden Autos vom Rennen zurück: „Wir mussten in dieser Saison bereits einige ungünstige Entscheidungen der Balance of Performance (BoP) hinnehmen, ganz offensichtlich ist die Konkurrenz der Leistungsfähigkeit unserer Fahrer und unserer Nissan nicht gewachsen. Wir sind uns zwar absolut sicher, dass unser Ladedruck unterhalb der vorgeschriebenen Limits liegt, wollen uns aber nicht weiter willkürlichen Entscheiden hingeben müssen, die eventuell sportrechtliche Konsequenzen hätten. In Absprache mit unserem Fahrerduo Florian Scholze und Dominic Jöst müssen wir nun entscheiden, ob die Teilnahme bei der ADAC GT Masters überhaupt noch sinnvoll ist."

Damit starten an diesem Wochenende beim GT-Masters wahrscheinlich nur 17 GT3 – ein ähnlich kleines Feld hatte es dort zuletzt bei der GT-Masters-Runde 2010 gegeben. Angesichts des überschaubaren Verkehrs ist zu hoffen das zumindest die Piloten etwas Action zeigen. Beide Rennen werden wie gewohnt bei Sport1 live am Samstag und Sonntag übertragen.

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