Rückblick auf die Gruppe C in Le Mans

Der Auftritt der Gruppe C-Rennserie im Rahmenprogramm des 24 Stunden Rennen von Le Mans ist zwar schon einen Monat her, aber anlässlich der nächsten Runde der Serie bei den Silverstone Classics am kommenden Wochenende blicken wir noch mal auf das Rennen in Le Mans zurück:

„It was raining Cats and Dogs“, sagte kein geringerer als der fünfmalige Le Mans-Sieger Derek Bell und er konnte sich nicht erinnern, jemals in Le Mans bei diesen Wetterverhältnissen am Start gewesen zu sein.

Ein Bild wie zu besten Gruppe C-Zeiten gab es noch direkt nach dem Start. 2 Mercedes, ein Lancia LC2 und der Nissan R90CK fuhren nebeneinander auf der Start- & Zielgeraden. Aber der Regen wurde immer stärker und es kam wie es halt kommen musste, auf dem Weg zur Forza Motorsport Schikane berührte Mike Donovan im Spice SE88 den Tiga GC287 von Alain Schlesinger. Beide C2 mußten die Erde um sich kreisen lassen, ein Fahrzeuge strandete an den Leitplanken und der Tiga kam mitten auf der Fahrbahn zu stehen. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und die Rennleitung schickte das Safty Car auf die Rennstrecke.

Diverse Runden mußten die Piloten hinter dem Safety-Car verbringen. Nach dem Re-Start ließ Bob Berridge im Mercedes C11 an der Spitze nichts mehr anbrennen. Zur Überraschung vieler konnte ausgerechnet der Lancia LC2 von Roger Wills fast den Speed von Bob Berridge mitgehen und kam nur knapp geschlagen als Zweiter ins Ziel. Auf den P3 & P4 folgten Gareth Evans im Sauber-Mercedes C9 und Kent Abrahamson im Nissan R90CK. Die C2-Klasse gewann Pierre-Francois Rousselot im Spice SE89 vor dem Markenkollegen Tommy Dreelan auf Spice SE86.

Einen typisch britischen Spruch warf nach dem Rennen Paul Stubber, Pilot des Aussie-Exoten Veskanda (immerhin auf P.8 im Ziel) in die Runde: „Die meisten Piloten fuhren in ihren Limits. Ich fuhr um zu überleben !!“