Neuester Stand zum Wolf LMP2

Bei den Gulf 12 hours bilden die Wolf GB08 quasi eine eigene Markenpokalklasse. Nachdem in der CN-Kategorie kein anderes Fabrikat gemeldet worden ist, werden die 4 Autos von Avelon Formula und die beiden Kundenteams von Motionsport (GB) und CRM Motorsport (P) den Sieg in der Klasse unter sich ausmachen. Speziell Avelon Formula – das italienische Wolf GB08 Entwicklungsteam – hat darüber hinaus auch Pläne in die Le Mans-Szene aufzusteigen, wie Maurizio Bellarosa, Teammanager von Avelon Formula und Zwillingsbruder von Pilot Ivan Bellarosa uns erzählte: 

„Hier in Abu Dhabi fahren wir an unserm Wagen mit der Chassis-Nummer 01 das neueste Upgrade-Paket. Dies umfasst eine F1-kompatible Heck-Crashbox, einen neuen Heckflügel, eine neue Frontflügelkonstruktion, eine modifizierte Elektronik und ein eigenentwickeltes Lenkrad. Der GB08-CN ist nun von unser Seite her zu Ende entwickelt, wobei wir ja schon 40 Autos davon verkaufen konnten.

Das nächste grosse Projekt ist der LMP2, wobei das erste Auto schon im Aufbau ist. Der Wagen wird einen Judd-Motor besitzen nachdem wir uns nach einigen Gesprächen mit einem französischen Lieferanten eines neuen exotischen Motors für eine konservative Variante entschieden haben. Die Reifen werden von Dunlop kommen, während wir beim Getriebe auf unsere eigene Konstruktion aus dem Single-Seater-GB08 setzen. Die Motor-Elektronik kommt von EFI und bei der Schaltung vertrauen wir auf ein system von XAP. Da es sich um ein Coupé handelt warten wir für einige Details noch auf die letzten Reglementsstatements des ACO, damit der Wagen schon konform für das kommende 2017´er Reglement gefertigt werden kann. Wir analysieren im Augenblick sehr detailliert die Design-Details unserer Konkurrenten wie Audi, Toyota und Dome und wollen auch deren technische Features in unserem Wagen einbauen, soweit der ACO diese als legal erachtet. Zwar wollten wir eigentlich einen offenen LMP2 bauen, aber das würde nun nach den angekündigten Reglementsänderungen keinen Sinn mehr machen.“

Beerdigt hat man hingegen das LMP3-Projekt. „Nach den neuesten Reglementsänderungen würde solch ein Auto langsamer sein als unser aktueller CN – da sehen wir keinen Sinn drin dafür ein neues Auto auflegen zu müsssen. Zudem ist der Markt angesichts der engen Cost-Cap ziemlich begrenzt, so das es auch wirtschaftlich keinen Sinn machen würde. Ehrlich gesagt erschliesst sich mir nicht warum der ACO nicht statt dessen die CN als existierende Klasse akzeptiert hat.“