Ligier-Sieg nach Rennabbruch in Spa

Die Europäischen Le Mans Serie-Runde in Spa-Francorchamps-Runde (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit einem Sieg des United Autosports Ligier JS P217 LMP2 von Phil Hanson und Felipe Alburquerque zu Ende gegangen. Als der Lauf nach einer halben Stunde hinter dem Safetycar wegen zunehmender Regenfälle nach knapp über 50% der Renndistanz abgebrochen wurde lag das britisch-amerikanische Ligier-Team in Führung des Rennens, dessen Start aufgrund des anziehenden Sturmtiefs bereits um 90 Minuten vorgezogen wurde und das zu Beginn lange vom Duqueine Engineering Oreca angeführt wurde. Doch mehrere Zwischenfälle und Safetycar-Phasen sorgten immer wieder für Unterbrechungen. Als schliesslich gegen Rennmitte eine Phase erreicht wurde, in der einzelne LMP-Teams aufgrund des zunehmenden Regens kaum noch dem Safetycar folgen konnten und einige Piloten schon ihre LMP entnervt in der Box abstellten hatte Rennleiter Eduardo Freitas ein Einsehen und liess angesichts des noch bevorstehenden Höhepunkts des Niederschlaggebietes das Rennen knapp nach der Hälfte der Renndistanz mit der roten Flagge abbrechen. Damit konnten die Teilnehmer den Lauf zumindest mit halben Punkten abhaken.

Hinter dem United Autosports-Duo das den ersten Ligier Sieg in diesem Jahr erzielen konnte. Für United Autosports war es der erste Sieg seit dem Erfolg am Red Bull Ring vor einem Jahr.Red Bull Ring vor einem Jahr. Als zweite Mannschaft hinter dem Safeycar stieg das Dragonspeed-Oreca-Trio Hendrick Hedman, Nicolas Lapierre und Ben Hanley vor den Paniz Barthez Competition Ligier-Piloten Timothé Buret, Julien Canal und William Stevens auf das Podium. Da es lediglich halbe Punkte gab, konnte das von der Pole gestartete aber ausserhalb der Punkteränge einlaufende G-Drive Duo Roman Rusinov und Andrea Pizzitola den vorzeitigen Titelgewinn nach dem Abwinken feiern.

In der LMP3 sicherte sich United Autosports ebenfalls den Klassensieg mit dem Duo John Falb und Sean Rayhall. Auf dem zweiten Rang bauten die RLR Motorsport Piloten Rob Garofall, Job van Uitert und John Farano ihre Tabellenführung vor dem in Spa-Francorchamps drittplazierten 360 Racing Ligier JS P3 LMP3 von Terence Woodward, Ross Kaiser und James Swift aus. In der GTE-Klasse gelang dem italienischen Ebimotors Trio Fabio Babini, Riccardo Perra und Bret Curtis bei ihrem erst zweiten Rennen mit ihrem eigenen Porsche GTE-Chassis der erste Klassensieg vor dem Spirit of Race Ferrari von Cameron/Griffin/Scott und dem #88 Proton-Porsche von Roda/Roda/Cairoli.

Pech hatte die zweite Proton-Mannschaft: Pilot und Teamchef Christian Ried wurde beim Anbremsen der Busstop-Schikane von G-Drive-Pilot Vergne ins Gras gerempelt und rutschte bei zurücktrudeln auf die Strecke mittschiffs in den ARP-Rebellion Oreca von Pilot Ryan Cullan. Für beide Piloten bedeutete dies quasi das Rennende, während Vergne sich eine 2min Stop & Go abholte die den Oreca aus den Punkten warf. Pech hatte auch die Inter-Europol Competition-Truppe mit ihren beiden Ligiers. Martin Hippe wurde mit Aussicht auf ein Top-5 Ergebnis in seiner 2. Runde von einem Konkurrenten in La Source umgedreht und musste nach dem folgenden Rammstoss eines zweiten Ligiers die Box aufsuchen. Sein Teamkollege Paul Schuschner flog nach Aquaplaning in der Blanchimont 1 Kurve ab und musste seinen Ligier abstellen.

Das letzte Rennen der Europäischen Le Mans Serie findet mit den Titelentscheidungen in der LMP3 und GTE am 28.10 in Portimao statt.