Carrera Cup - Rennen 1 in Zandvoort

pcc12a.jpgErst sah es nach dem komfortablen fünften Saisonsieg des Tabellenführers René Rast aus – doch dann überschlugen sich beim 12. Saisonlauf des Porsche Carrera Cup Deutschland in Zandvoort die Ereignisse. Nach dem Rennabbruch nach 8 Runden wegen sintflutartig einsetzendem Regen wurde Rasts Teamkollege Sean Edwards als Sieger gewertet. Es war der 4. Saisonsieg des Briten. Über den überraschenden zweiten Rang freute sich Nicki Thiim und über das Podium beim Heimrennen dank Rang 3 jubelte Land Motorsport Pilot Jaap van Lagen.

Was war passiert? Sowohl der Führende, René Rast, als auch der zweitplatzierte Gaststarter Jeroen Bleekemolen erhielten eine Durchfahrtsstrafe, die in eine 30s-Strafe umgewandelt wurde. Beide hatten am Ende der Safety-Car-Phase, die in Runde 4 wegen eines Abflugs des Niederländers Harrie Kolen begann, zu früh wieder beschleunigt. Für Tabellenführer Rast (Frankfurt) hält sich der Schaden in Grenzen, weil es wegen des Rennabbruchs nach weniger als 75 Prozent der auf 14 Runden angesetzten Distanz nur die halbe Punktzahl gibt. Doch mit seinem Sieg ist ihm Widersacher Edwards dicht auf die Pelle gerückt.

Der zweite Rang bedeutet für den zweimaligen Saisonsieger Nicki Thiim, der in den 13. Lauf von der Pole-Position aus startet, einen weiteren Schritt nach vorne in der Gesamtwertung. Der Däne ist nun Vierter und hat nur noch wenige Zähler Rückstand auf den Gesamtdritten, seinen französischen Teamkollegen Kévin Estre. Der amtierende Champion des französischen Carrera Cup und Tabellenführer des Porsche Mobil1 Supercup, wurde an der Nordseeküste als Vierter abgewinkt. Der Österreicher Lechner Racing-Pilot Clemens Schmid wertete bereits Startplatz 7 im Qualifying als gutes Zeichen für den lang ersehnten Fortschritt. Umso mehr freute er sich darüber, nach dem Norisring erneut als Fünfter ins Ziel zu kommen.

Sechste und Siebte wurden Jeroen Mul und Sebastiaan Bleekemolen, zwei Gaststarter aus den Niederlanden vom Team Bleekemolen. Für Porsche-Junior Klaus Bachler endete der Tag als Achter des Samstagsrennens einigermaßen erfreulich. Der Österreicher war nach dem Qualifying als 13. noch enttäuscht. Nun profitieren er und weitere Fahrer hinter ihm davon, dass die Gaststarter keine Zähler erhalten und die punktberechtigten Stammpiloten nachrücken. MRS GT-Racing-Pilot Philipp Eng und Hoevert Vos vom Team Land Motorsport komplettieren die Top-Ten. Der Niederländer feierte mit Gesamtrang 10 gleichzeitig seinen fünften Saisonsieg in der Amateur-Wertung.

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