STT Zandvoort

stt_hirsch_sls.jpgBeim fünften Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy in Zandvoort räumten Porsche-Pilot Ulrich Becker und Mario Hirsch auf einem Mercedes SLS AMG GT3 die Gesamtsiege ab. Vor allem das zweite Rennen war eine spannende Angelegenheit. Extrem eng ging es in der Division 2 zu, wo Lars Harbeck (BMW M3 E46) beide Siege holte.

Das erste Rennen war nur wenige Runden alt, als der Spaß schon wieder vorbei war. In der sechsten Runde feuerte Tjarco Jilesen seinen Porsche 997 GT3 Cup so vehement in die Streckenbegrenzung, dass das Safety-Car auf die Piste musste. Doch auch unter Safety-Car Bedingungen war der havarierte 911er nicht von der Strecke zu bekommen. Mit der roten Flagge wurde das erste Rennen schließlich vorzeitig abgebrochen. Spannung war in den ersten Minuten dennoch geboten. Dafür sorgte vor allem das erste Qualifying, das am Samstagmorgen noch auf nasser Strecke ausgetragen worden war. So hatte sich Christian Franck (Porsche 997 GT3) die Pole gesichert, während mit Gerhard Ludwig (Toyota MR2 Turbo) bereits auf Startplatz vier der beste Teilnehmer der Division 2 folgte.

Gegen den starken Ulrich Becker war die Pole für Franck nicht zu halten, doch Mario Hirsch biss sich am Vorjahresmeister zunächst die Zähne aus. Erst in der dritten Runde zog der SLS-Pilot vorbei und machte Boden auf Platz eins gut. Dann beendete die Safety-Car Phase die Aufholjagd. Ulrich Becker schnappte sich somit seinen dritten Saisonsieg. Dabei hatte das Team im zweiten Qualifying noch einen Getriebeschaden zu beklagen. In Rekordzeit wurde vor dem Rennen ein Leihgetriebe eingebaut, so dass der Porsche pünktlich in der Startaufstellung stand. „Zum Glück war es dann möglich mit Hilfe von Porsche ein Getriebe zu leihen, das wir dann eingebaut haben. Das erste Rennen lief dann super und ich konnte sehr schnell in der ersten Runde in Führung gehen“, so Becker.

stt_becker_hirsch_franck.jpgAm Sonntag führte indes kein Weg an Mario Hirsch vorbei. Nur eine erneute Saftey-Car Phase hätte dem Mercedes-Piloten noch einen Strich durch die Rechnung machen können. Denn dadurch kam Ulrich Becker, der vom letzten Startplatz aus gestartet war, noch einmal in Schlagdistanz. Am Ende behielt aber Hirsch souverän der Oberhand und schnappte sich Saisonsieg Nummer zwei. Rang zwei ging diesmal an Ulrich Becker, der durch die Saftey-Car Phase den Abstand zu Christian Franck schnell verringern konnte. In Runde 11 übernahm der Marler die zweite Position, während Franck erneut als Gesamtdritter und Sieger der Klasse 3 das Ziel sah.

Hinter der Spitzengruppe ging es in beiden Rennen ebenfalls richtig rund. Das lag zum einen an den in Zandvoort stark auftrumpfenden Division 2 Piloten, zum anderen aber auch an den klassenübergreifenden Positionskämpfen. Ein starkes Wochenende bei seinem Heimspiel erwischte Jan van Es (Porsche 993 GT2), der zweimal die fünfte Gesamtposition belegte. Gerade das zweite Rennen war interessant, wobei sich der Lokalmatador an Anay Lorenzo (Lamborghini Super Trofeo) vorbeikämpfte und zum erneuten zweiten Rang in der Klasse 1 fuhr. Immer besser mit dem Audi R8 LMS GT3 kommt indes Andreas Schmidt zurecht, der vor allem im zweiten Rennen eine starke Leistung bot. Das gesamte Rennen über lag der Audi-Pilot auf der vierten Gesamtposition und konnte sogar einige Runden an Ulrich Becker dran bleiben. Der verdiente Lohn waren zweimal der zweite Platz in der Klasse 2 vor Anay Lorenzo.

Interessant ging es zudem in der Klasse 3 zu, wo sich gleich mehrere Piloten um die zweite Position stritten. Im ersten Rennen lieferten sich Torsten Klimmer (Porsche 997 GT3 Cup) und Tjarco Jilesen einen engen Zweikampf. Durch den Ausfall von Jilesen schnappte sich Klimmer am Ende entspannt den zweiten Rang vor Joachim Bölting (Porsche 997 GT3 Cup) und Ruud Stevens (Porsche 996 GT3 Cup). In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs lag Klimmer sogar zeitweise auf der fünften Position, musste dann aber Bölting sowie am Ende Stevens und Thomas Kramwinkel (Nissan 370Z) passieren lassen.