SCC Salzburgring

Beim 6. Meisterschaftslauf der Sports Car Challenge auf der Highspeed Strecke des Salzburgrings im Rahmen des Bosch Race Salzburg - Histo Cup Austria holten Siegmar Pfeifer auf Norma- BMW und PRC-Pilot Andreas Fiedler die Gesamtsiege. Die Siege in der Division 2 gingen an Jay Boyd und Simon Stoller. Die Wertung bei den historischen Fahrzeugen gewannen Alexander Seibold auf PRC-BMW und Happy Behler auf einem Radical .

scc_salzb_pfeiffer.jpgDer Wettergott hatte es am Samstag wahrlich nicht gut mit den Piloten der AvD Sports Car Challenge gemeint. Heftige Regenfälle erschwerten das erste Qualifying. Am besten zurecht kam Siegmar Pfeifer, der in der neunten Runde eine Wahnsinnszeit hinknallte. Mit 4,6 Sekunden distanzierte der Norma Pilot das übrige Feld. „Es lief einfach, aber es war schon am Rande des Verrücktseins“, fasste Pfeifer die Situation zusammen.

Turbulent ging es auch im ersten Rennen bis zum Abbruch nach etwas mehr als10 Minuten zu. Nach zwei Safety Car Runden wurde das Feld auf die Reise geschickt. Wiederum kam Pfeifer bestens zurecht und behauptete nach dem Start sofort seine Führungsposition, die er bis zum Abbruch des Rennens nach sieben Runden nicht mehr hergab. „Beim Rennen hat dann auch alles gepasst, obwohl am Schluss die Reifen doch ziemlich nachließen“, bilanzierte der Norma Pilot seinen Erfolg. Hinter Pfeifer entwickelte sich ein abwechslungsreicher Kampf um die weiteren Podestplätze, die ohne Mitfavorit Andreas Fiedler stattfanden. Eine abgerissene Antriebswelle in der Einführungsrunde hatte den PRC-Piloten außer Gefecht gesetzt.  Als der auf Platz 2 liegende Fabian Plentz zurückfiel, eroberte Tommy Tulpe im Norma-BMW die zweite Position vor Roman Hoffmann (PRC-Audi Turbo) und Peter Kormann (PRC Turbo). Hoffmann verdrängte in der dritten Runde Tommy Tulpe auf P3, fiel aber 3 Runden später auf P2 liegend aus. Somit festigte Tulpe seinen zweiten Podestplatz vor Peter Kormann, der nach langer Pechsträne endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen konnte. scc_salzb_fiedler.jpg„Es waren schon viele draußen, weshalb wohl auch der Rennabbruch kam. Ich bin dann auch mit gebrochener Welle ausgerollt, aber durch die 75 Prozentregel in der Wertung. Am Schluss war es noch Platz drei und Gesamtpodest und seit langem mal wieder etwas Positives“, freute sich Peter Kormann über seinen dritten Gesamtplatz. Fabian Plentz wurde als Vierter gewertet vor Alexander Seibold, der damit die Sonderwertung gewann. Roman Hoffmann, Wilhelm Philipp (Osella BMW) und Roland Rupprechter (Norma Honda) belegten die weiteren Plätze in der mit 8 Fahrzeugen besetzten Division 1.

In der Division 2 hatte zunächst Justin Kunz die Führung inne, ehe nach zwei Runden für den Wolf GB08-Piloten Schluss war. Jay Boyd im Norma-Honda fiel die Führungsrolle zu, die er bis zum Rennabbruch vor Simon Stoller (PRC Honda) behauptete. Happy Behler (Radical) belegte am Ende Rang drei vor Alexander Frank (PRC Opel) und Evi Eizenhammer (Norma Honda).

Im zweiten Rennen musste Polesetter Pfeifer bereits in der ersten Runde seine Führungsposition an Fabian Plentz abgeben. Dahinter machte Andreas Fiedler mächtig Druck, dem sich Pfeifer in der vierten Runde beugen musste. An der Spitze kämpften Plentz und Fiedler heftig um die Führung. Hinter den beiden fiel Siegmar Pfeifer weiter zurück, konnte aber seine dritte Position behaupten. In der sechsten Runde kam Plentz vor der Schikane nach Start und Ziel etwas zu weit nach außen. Dies nutzte Fiedler sofort aus und quetsche sich in er ersten Rechtskurve innen vorbei. Der PRC-Pilot konnte sich anschließend etwas absetzen und mit sicherem Vorsprung seinen Sieg nach Hause bringen. scc_salzb_stoller.jpgBis zur drittletzten Runde behauptete Pfeifer seinen dritten Podestplatz, ehe technische Probleme mit der Benzinversorgung das Aus bedeutete. Nutznießer war Tommy Tulpe, der sich nach einem Dreher in der Einführungsrunde von ganz hinten nach vorne gearbeitet hatte, wobei Alexander Seibold in der elften Runde das Feld kampflos räumen musste.

Spannend ging es auch in der Division 2 zu. Hier hatte Jay Boyd zunächst die Nase vorne. Simon Stoller saß ihm jedoch im Nacken und machte Druck auf den Führenden. In Runde zwölf ging der junge Schweizer vorbei und übernahm die Führung. Am Ende wurde es zwar nochmals spannend, aber Stoller brachte die Führung ins Ziel. Dritter wurde erneut Happy Behler, der damit die Klassikwertung vor Wilhelm Philipp im Osella-BMW und Alexander Frank (PRC Opel) gewann. „Es war ein erfolgreiches Wochenende für mich. Das erste Rennen im Regen war für mich besser, da hier die Leistungsunterschiede nicht so zum Tragen kommen. Im zweiten Rennen konnte ich nur auf Ankommen fahren und habe jetzt von den Ausfällen profitiert“, zog Behler ein positives Fazit.