NuArt-CanAm für die Unlimited Race Championship

nuartcanam.jpgIm Rahmenprogram der nächstjährigen ALMS-Läufe will die IMSA mit der Unlimited Race Championship ein neues Highlight bei den Rahmenserien schaffen. Bei den Wagen dieses Markenpokals handelt es sich Retrochassis, die den Can-Am-Autos der 70´er Jahre nachempfunden sind und die von einem 700 PS leistenden Big-Block V8 befeuert werden. Hinter dem Nu-Art Can-Am steht die Firma Southwestern Composites des Konstrukteurs Richard Nauert (auf dem Foto links im Gespräch mit einem Interessenten) der seit Jahren Teile für den Motorsport, Raum- & Luftfahrt und militärische Zwecke fertigt. Der Nu-Art Can-Am gleicht äusserlich zwar einem McLaren M8F, trägt in seinem Innern aber alle Entwicklungen bezüglich Sicherheit und Haltbarkeit der letzten 40 Jahre mit sich.

Nauert: “Wir wollten ein Auto schaffen, das ohne viel Wartungsaufwand von begeisterten Privatiers an die Strecke gebracht und dort zuverlässig in den Rennen eingesetzt werden kann. Alle Teile sind im Gegensatz zu den Can-Ams der 70´er Jahre deutlich überdimensioniert und aufwendig auf langjährige Haltbarkeit präpariert worden. Daher ist der Anschaffungspreis mit etwa 500.000 Dollar auf den ersten Blick zwar sehr stolz, aber im Gegensatz zu einem historischen Can-Am fallen mit unserem neuen Auto deutlich geringere Wartungskosten an. Wir glauben daher, dass auch in der historischen Rennszene ein Bedarf mit unserem Auto gedeckt werden könnte, auch wenn die Nu-Art Wagen aufgrund ihres höheren Gewichts sicher gegen die alten McLaren langsamer wären. Aber die höhere Zuverlässigkeit dürften für einige im historischen Sport engagierte Fahrer ein Argument sein, sich dennoch für unser Auto zu entscheiden.“

Laut Nauert übersteigen derzeit die Anfragen der Interessenten die erwartete Nachfrage. Man ist daher guter Dinge, die geplanten 12-14 Autos für eine im kommenden Jahr im Rahmen der ALMS geplanten Debütserie auf die Beine stellen zu können, die mit dem bollernden Sound der V8 sicher schnell zu einem Publikumsfavoriten werden würde. Mit dem Verkauf in die angesprochene historische Rennszene sieht man dazu ein Zweitverwertungspotential für die Autos gegeben. Ein von unserem Fotographen in Road Atlanta aufgebrachtes Gerücht, ein deutscher Herrenfahrer beabsichtige bereits den Erwerb eines Chassis, um damit 2012 in der Sportscar Challenge das gesamte Feld in Grund und Boden zu fahren, konnte hingegen vor Ort weder bestätigt noch dementiert werden ...