GT Masters: Saisonfinale in der Börde
Die vierte Saison des ADAC GT Masters neigt sich nun langsam aber sicher ihrem Ende zu, bereits nach dem kommenden Wochenende verabschiedet sich die deutsche GT3-Serie in ihre verdiente Winderpause. Doch bevor es soweit ist, stehen in der Magdeburger Börde noch zwei wichtige Entscheidungen an, denn Fahrer- und Teamtitel suchen ihre neuen Besitzer.
Dass die Meisterschaftskämpfe wieder einmal noch während der letzten Wertungsläufe ausgetragen werden, ist der Verdienst einer bislang sehr eng verlaufenden Saison. Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox sehen sich für die Veranstaltung in Oschersleben gut aufgestellt, haben sie doch neun Punkte Vorsprung vor den einzig verbliebenen Rivalen, Luca Ludwig und Christopher Mies. Doch zuletzt schwächelten die Schützlinge von Hans Reiter, während Abt Sportsline unter der Leitung von Christian Abt am Nürburgring näher an die Spitze heranrückte. Dieser Zwischensprint bescherte dem Duo allerdings 20 Kilogramm Zuladung für ihren Audi R8 LMS, während Kox und von Thurn und Taxis lediglich zehn Kilos auf dem engen Kurs mit im Lamborghini führen werden.
Auch in der Teamwertung haben Abt Sportsline und Reiter Engineering die Nase vorne, hier besitzen die "Äbte" allerdings den Matchball. Zwar könnten Mühlner Motorsport und Callaway Competition theoretisch noch eingreifen, doch mit der Nennung von jeweils zwei Fahrzeugen sehen sich Abt und Reiter auf der sicheren Seite. Während Kuba Giermaziak / Jens Klingmann sich wohl in den Dienst von Ludwig und Mies stellen werden, könnten Philip Geipel / Frank Kechele in einem alten Gallardo GT3 für Rückendeckung ihrer Teamkollegen sorgen. Nicht zu vernachlässigen sind aber die 20 weiteren Nennungen, die an der einen oder anderen Stelle hochkarätige Fahrerkonstellationen enthalten.
Das in Oschersleben ansässige Team von Schubert Motorsport lässt es sich nicht nehmen, zwei Z4 GT3 in der Börde an den Start zu bringen. Dabei kann man sowohl auf Claudia Hürtgen, als auch auf Le-Mans-Sieger Jörg Müller zurückgreifen. Bei Callaway Competition werden Martin Karlhofer / Sascha Bert sich wieder eine Corvette teilen, am Sachsenring hat diese Kombination bereits erfolgreich funktioniert. Zudem wird Marc Basseng nach 2008 mal wieder GT-Masters-Luft an der Seite von Christopher Brück im Dodge Viper Competition Coupe schnuppern. Ein besonderes Augenmerk gilt es nicht zuletzt auf Christopher Haase / Christiaan Frankenhout zu legen, die für Rosberg in einen R8 LMS steigen.
Neben ohnehin vielen starken Paarungen sind nun also ein paar weitere Podiumskandidaten hinzugekommen, sodass die Leistungsdichte an der Spitze wohl etwas komprimiert wird. Ob das ein Vor- oder Nachteil für die Titelkämpfe sein wird, muss sich noch zeigen - sicherlich steht aber ein spannendes Finale ins Haus.