DMSB startet Projekt zur elektronischen Signalgebung

Der Deutsche Motorsport Bund will im Rahmen eines neu gestarteten Projekts die Sicherheit auf Rennstrecken weiter erhöhen. Kernidee ist die Entwicklung eines Systems zur elektronischen Signalgebung, das relevante Informationen - wie gelbe Flaggen oder Warnhinweise zu Code 60 Zonen - direkt ins Fahrzeugcockpit überträgt. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft und gefördert von der ADAC Stiftung sollen auf diese Weise Unfallgefahren im Motorsport vermindert und die Fairness erhöht werden.

Mit dem neuen Projekt reagiert der DMSB mutmasslich auf zunehmende Klagen und Beschwerden über Entscheidungen die bei den Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife und im Rahmen des ADAC GT-Masters enstanden. Unter anderem dürfte die Zeitstrafe gegen den Manthey-Porsche aufgrund der übersehenen Doppelgelb-Flagge beim 24h Rennen mit einer der Auslöser für das Projekt gewesen sein.

In einem von der ADAC Stiftung finanzierten Projekt sollen Möglichkeiten entwickelt werden, Flaggensignale in Echtzeit direkt ins Cockpit zu übertragen und der Rennleitung zusätzliche direkte Eingriffsmöglichkeiten auf das einzelne Teilnehmerfahrzeug zu geben. Ziel ist dabei vor allem, die Sicherheit an der Rennstrecke zu erhöhen. Insbesondere für die Sportwarte der Streckensicherung und eingesetzte Rettungskräfte sollen potenzielle Gefährdungen damit weiter verringert werden. In einem ersten Schritt hat der DMSB gemeinsam mit Ansprechpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Eckpunkte für die Entwicklung eines entsprechenden Systems abgesteckt. In der nächsten Stufe wird das Projekt nun konkretisiert.

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