Wie Heico-Motorsport den FIA-GT3-Teamtitel gewann
Bei Heico Motorsport war man am Wochenende selber überrascht vom Gewinn des Teamtitels der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft. Mit insgesamt 167 Zählern - 53 Punkte davon wurden alleine am Zandvoort-Wochenende eingefahren - sicherte sich die deutsche Mercedes-Mannschaft den Meistertitel. In der Fahrerwertung belegten Brice Bosi und Dominik Baumann zudem am Ende den vierten Platz.
Mit dem Meistertitel schreibt HEICO Motorsport-Geschichte für Mercedes. „Wir sind natürlich unglaublich stolz, dass wir den ersten Titelgewinn eines Mercedes SLS AMG GT3 unter Dach und Fach bringen konnten. Mein Dank gilt daher allen, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben“, lobt Technikchef Martin Marx seine Crew. Auch Teamchef Norbert Brückner zeigte sich nach dem Wochenende auf dem niederländischen Dünenkurs begeistert. „Nachdem wir im GT-Masters schon beste Mercedes-Mannschaft waren, ist der Titelgewinn in der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft natürlich die Krönung einer unglaublichen ersten Saison mit dem Mercedes. Als wir uns Mitte letzter Woche auf den Weg nach Holland gemacht haben, war der EM-Titel überhaupt kein Thema für uns. Nun ist die Freude natürlich riesengroß und ich denke wir haben allen Grund zum feiern.“
Schon im Qualifying für den Lauf am Samstag zeigten sich Dominik Baumann und Christian Frankenhout in Top-Form. Beide erzielten die Bestzeiten im 29 Wagen starken Feld. Doch aus der Heico-Frontreihe mit den Plätzen 1 & 2 wurde nichts, da beide Autos aufgrund eines Regelverstoßes im freien Training mit einer Zurücksetzung um jeweils 10 Startplätze bestraft wurden. Von P10 & P11 aus gestartet arbeiteten Baumann und Frankenhout sich im ersten Lauf unaufhaltsam durch das Feld und übergaben zur Halbzeit an Ihre Teamkollegen Patrick Hirsch und Brice Bosi, die nach einer Stunde schließlich auf den Plätzen 4 und 5 die Zielflagge sahen.
Den am Samstag knapp verpassten Podestplatz konnten der Luxemburger und sein Teamkollege aus Österreich am Sonntag schließlich doch noch feiern. Von der 12. Position ins Rennen gegangen, erwischte Bosi einen Traumstart und konnte sich noch in der ersten Runde bis auf den sechsten Platz nach vorne schieben. „Danach war dann zunächst Endstation und ich habe mich darauf konzentriert, den Anschluss nicht zu verlieren und den Wagen in einem möglichst guten Zustand an meinen Teamkollegen zu übergeben“, so Bosi. Durch einen gelungenen Boxenstopp ging Dominik Baumann auf P4 in die zweite Rennhälfte. „Ich habe von Anfang an Druck gemacht und konnte mich im Verlauf meines Stints bis auf den zweiten Platz vorarbeiten“, so der Youngster aus Österreich. Eine ähnlich starke Leistung lieferten Patrick Hirsch und Christiaan Frankenhout ab. Von der 18. Position gestartet, fuhr man auf P6 ins Ziel.