Boutsen-Ginion mit ELMS- und BES-Plänen für 2013
Boutsen-Ginion Racing will das in 2012 absolvierte Rennprogramm 2013 weiter fortführen. Wie unsere Kollegen von Endurance-Info.com in der letzten Woche meldeten, will man sich dabei im Prototypenbereich auf die Teilnahme des teameigenen Oreca O3 LMP2 an der Europäischen Le Mans Serie konzentrieren. Die belgische Mannschaft unter Teamchef Oliver Lainé und Berater Thiery Boutsen will nach Möglichkeit mit einer durchgehenden Besatzung die fünf 3h-Rennen bestreiten und auch beim 24 Stunden Rennen von Le Mans wieder teilnehmen. Ob nebenher auch wieder daran gedacht ist, den LMPC einzusetzen, mit dem man bei lediglich zwei Läufen den Klassentitel in der Europäischen Le Mans Serie und damit auch den Einladungsplatz für Le Mans 2013 einfahren konnte, geht aus den Teaminfos bislang nicht hervor. Nebenbei plant die Manschaft aus dem 25 km südöstlich von Brüssel gelegenen Wavre auch wieder ein Engagement in der Blancpain Endurance Serie, wo man zuletzt 2 McLaren MP4-12C GT3 an den Start brachte. Der Saisonauftakt 2013 bei den 24 Stunden von Dubai wird hingegen mit dem Renault Megane des Teams absolviert, wobei allerdings in der Megane Euroserie kein Engagement mehr angestrebt zu sein scheint - der Tourenwagen-Bolide ist zum Verkauf ausgeschrieben. |
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Einer der Piloten 2012 war der Deutsche Jens Petersen, der Ende 2011 aus der LMPC -Klasse kommend Kontakte zur belgischen Mannschaft aufbaute. „Mein Programm mit Boutsen-Ginion Racing war fixiert auf die 1.000 km Spa, wo wir bei unserer FIA Langstrecken Weltmeisterschafts LMP2-Premiere einen guten 5. Platz belegen konnten und eben die 24 Stunden Rennen von Le Mans. Ein 5. Platz bei den LMP2 bzw. ein Ergebnis in den Top 12 gesamt wäre auch dort für uns möglich gewesen. Leider hatten wir jedoch einige kleinere und größere technische Probleme. Neben drei Reifenschäden gab es eine gebrochene Hinterrad-Aufhängung, Probleme mit der Benzin-Reservepumpe sowie eine gebrochene Lenkung. Allein die Standzeit in der Box war dadurch rund 60 Minuten länger als bei den Top 5 der LMP2, hinzu kam noch die Zeit das Auto über die sehr lange Strecke jeweils zurück an die Box zu bringen.
Aber letztlich haben wir das Ziel als 10. in der mit 20 Autos quantitativ und mit 15 Platin- sowie 18 Goldfahrern qualitativ in diesem Jahr mega stark besetzten LMP2- Klasse erreicht, in der sicherlich einige Teams durch die Erfahrung in vergangenen Rennen und mehrere Testtage im Vorfeld der 24h Le Mans sehr gut vorbereitet angetreten sind. Und bekanntlich ist die Zielankunft bei den 24h Le Mans schon ein Erfolg und ich bin happy dies bereits bei meinen ersten Antritt erreicht zu haben. Dies ist natürlich immer ein Teamerfolg und insofern geht mein ausdrücklicher Dank an das gesamte Team Boutsen-Ginion Racing und natürlich auch meine beiden Fahrerkollegen. Es ist schon ziemlich einzigartig, in der Nacht in einem offenen Prototyp mit 300 km/h über eine französische Landstraße zu glühen - das war definitiv Klasse!“
Ob Petersen der belgischen Mannschaft treu bleibt, ist angesichts mehrerer für 2013 parat stehender Optionen noch nicht sicher. Die Mannschaft wäre aufgrund der positiven Erfahrungen einer der Kandidaten für eine LMS-Rückkehr des deutschen Privatfahrers in der kommenden Saison.